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YouTube, Video-Marketing

YouTube: Monetarisierung bald nur noch ab 10.000 Views

Nach dem Werbeboykott großer Konzerne auf YouTube zieht Google jetzt die Notbremse: Die Monetarisierung soll nur noch ab 10.000 Views und anschließender Prüfung möglich sein.




Halt, falsch. Die Maßnahme hat natürlich GAR NICHTS mit dem Werbeboykott großer Marken zu tun, deren Spots im Vorprogramm von Hinrichtungsvideos gelaufen sind. Nein, Google und YouTube möchten das Problem von mehrfach hochgeladenen Videos und ähnlichen Spamtaktiken in den Griff bekommen. Klar, oder? Don’t be evil, tralala.

Keine Werbung mehr bei Kanälen mit weniger als 10.000 Views

Wer also mit den Videos auf seinem Kanal nicht 10.000 Views erreicht hat, wird seine Videos in Kürze nicht mehr monetarisieren können. Und auch nach dem Überschreiten der 10.000er Grenze wird der Kanal erst manuell auf die Einhaltung der Richtlinien geprüft und dann für die Werbung freigegeben.
Klar, es ist natürlich deutlich leichter einen Kanal kurz zu prüfen und freizuschalten, als jedes hochgeladene Video zu sichten. Bei der Masse unmöglich.

YouTube-Kanäle mit weniger als 10.000 Views erhalten keine Werbeeinnahmen mehr
Kein Geld mehr für kleine YouTube-Kanäle

Ein ähnliche Hürde gab es schon mal bis 2012. Diese Beschränkung wurde vor fast genau fünf Jahren aufgehoben und jeder konnte seine Videos in Verbindung mit einem AdSense-Account ab dem ersten View mit Werbung bespeisen und ein paar Lupinen mitnehmen.

Der Schritt ist eigentlich nachvollziehbar. Alles unter 10.000 Views ist einnahmentechnisch ein Taschengeld. Ganz nett, aber eben eine kleine Belohnung für den Videoenthusiasten der ab und zu ein schönes Video reinstellt.
Dann gibt es so Kanäle wie Die Testsieger. Auch wenn dieser reine Spamkanal jemals die Schwelle der 10.000 Views erreichen sollte, besteht nun doch Hoffnung das dieser nach der manuellen Sichtung nicht monetarisiert wird.

Aber: Kleinvieh macht auch Mist und das weiß auch Google. Laut Heise Online gehen dann über 80% der YouTube-Kanäle leer aus, der Werbeetat verteilt sich dann auf die restlichen Prozent mit ausreichender Zuschauerzahl. Das Kleinvieh ist der Plattform also offensichtlich nicht viel Wert.

Verzichtet Google also auf einen Teil der Einnahmen um die wichtigen Werbekunden zu halten,  stellt als Grund aber die Verbesserung der Qualität hin?

Gewinnmaximierung bei Google

Google setzt alles daran, seine Dienste maximal zu monetarisieren. Sei es der Wegfall der exakten Keywords bei AdWords, die Steichung der Anzeigen auf der rechten Seite der Suchergebnisse, die Kastration der Bildersuche um die Nutzer in der Suchmaschine zu halten – und jetzt eben die Eindämmung der YouTube-Werbung für kleine Kanäle um die Gelder der Großen im System zu halten. Der Zeiger steht seit einigen Jahren auffällig in Richtung maximale Profitoptimierung.

Denn man darf nicht vergessen: Dinge wie selbstfahrende Autos bringen Google kein Geld ein. Brechen Google auf den eigenen Plattformen die Werbekunden weg, ist das kein gutes Zeichen und da muss sich der Konzern mit aller Gewalt gegen stemmen.
Das wäre jetzt eigentlich eine gute Gelegenheit für andere Plattformen sich in eine Lücke zu quetschen. Viel ist da aber nicht in Sicht.

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