Strafen bei YouTube
YouTube, Video-Marketing

YouTube verschärft Strafen bei fragwürdigen Videoinhalten




Kaum hat sich YouTube endlich als neue Hauptplattform für Unterschichten-Fernsehen etabliert, muss man wohl mit aller Macht gegensteuern. Wer sich nicht an die Regeln hält, bekommt mehr zu sehen als nur Google und YouTube’s ermahnenden Zeigefinger.

Nach dem Kahlschlag bei der Monetarisierung kleiner Kanäle, greift YouTube jetzt auch bei Verstößen gegen die YouTube’schen Verhaltensregeln durch.

When one creator does something particularly blatant—like conducts a heinous prank where people are traumatized, promotes violence or hate toward a group, demonstrates cruelty, or sensationalizes the pain of others in an attempt to gain views or subscribers—it can cause lasting damage to the community, including viewers, creators and the outside world.

Übersetzt:

Wenn ein Schöpfer etwas besonders krasses tut – wie ein abscheulicher Streich, bei dem Menschen traumatisiert werden, Gewalt oder Hass gegen eine Gruppe propagiert, Grausamkeiten demonstriert oder den Schmerz anderer aufs Korn nimmt, um Ansichten oder Abonnenten zu gewinnen -, kann dies der Gemeinschaft, einschließlich der Zuschauer, Schöpfer und der Außenwelt, bleibenden Schaden zufügen.

Gott sei Dank! Da hat Allissa Notgeil ja nochmal Schwein gehabt, dass es keinen dokumentarischen Nacktfilmchen an den Kragen geht!

Auch für ein Video mit zweifelhaften Inhalten muss man bei der zweitgrößten Suchmaschine der Welt nicht lange suchen! In diesem netten Video können degenerierte Kinder, die lustigerweise bereits Auto fahren dürfen, beim Zündeln mit Nahrungsmitteln beobachtet werden. Was für ein Spaß!

Diese Strafen drohen von YouTube

  • Ausschluss vom Preferred-Programm und Entzug des „YouTube-Original“-Status
  • Sperrung der Monetarisierung und Streichung des Creator-Programms
  • Entfernung des Kanals aus den Videovorschlägen

Sünder werden also zukünftig an den finanziellen Hammelbeinen gepackt. Warum das alles?

Was ist bei YouTube los? Gibt’s keine Werbepartner mehr?

Hat YouTube ein Problem mit den Werbepartnern? Oder haben die Werbepartner vielleicht ein Problem mit der Qualität auf YouTube? Muss darum hart durchgegriffen werden, um das in den Griff zu bekommen?

Ein Grund für die Verschärfung der Verstöße dürfte wohl der Fall Paul Logan sein. Der „Videokünstler“ auf YouTube hat einen leblosen Mann gefilmt, der sich offenbar das Leben genommen hat. Daraufhin hat YouTube dem Herrn ein paar Monetarisierungsoptionen gekappt.

Durch den Skandal bekam der Kanal von Paul Logan, nein – nicht weniger Abonnenten die sich erbost abgewendet haben. Wer käme denn nur auf einen solchen Gedanken? Die Zahl der Abonnenten wuchs natürlich noch um 1 Million weitere Fans an! Holladiewaldfee!

Das ist natürlich richtig üppig und ordentlich Werbefläche für YouTube. Also kann hier mal ein Auge zugedrückt werden, oder?
Bis dieser Tweet kam:

Ui – alle Kanäle von Paul Logan wurden von der Monetarisierung ausgeschlossen. Was war passiert? So ganz klar ist es nicht, aber es muss wohl etwas mit toten Ratten und einem Tazer zu tun haben…

Rückgehende Werbeeinnahmen bei YouTube?

Bereits im letzten Jahr wurden die Bedinungen für die Monetarisierung neuer Kanäle höher angesetzt. Erst ab 10.000 Videoaufrufen konnte die Monetarisierung aktiviert werden. Dieser Schritt geschah erst, nachdem einige große Unternehmen Ihre Werbung von YouTube abgezogen haben, die ihr Spots nicht vor gewaltverherrlichenden oder anderweitig schlechtem Content sehen wollten.

Auch einer meiner Kanäle wird von der in Kürze greifenden Grenze zur Monetarisierung betroffen sein. Die Wiedergabezeit ist zwar doppelt so hoch wie benötigt, leider ist der Content eher so Einweg (konsumiert, begriffen, Feierabend), so dass kaum Abonnenten hängen bleiben. Der Anreiz, sich Abonnenten zu kaufen um schnell die erforderlichen Zahlen zu erreichen, dürfte damit deutlich erhöht werden.

Vielleicht rächt sich gerade das System von YouTube. Selber hat die Plattform keine Inhalte und ist auf Dritte angewiesen. Um Geld zu verdienen, wurden diese dafür wohl zu lange an der langen Leine gelassen, um den Geldhahn nicht abzuwürgen.

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