PageRangers SEO-Tool
SEO / SEM

Einblick in das SEO-Tool PageRangers

Das Logo erinnert an Captain America, die Optik auf den ersten Blick an ein anderes SEO-Tool. Aber PageRangers ist ein eigenständiges Produkt und will zugleich für kleine wie große Webseitenbetreiber als auch Agenturen ein umfassendes Komplettpaket bieten. Hier gibt es jetzt einen Einblick zum noch sehr jungen SEO-Tool.

Wenn es an einem am hiesigen Markt nicht mangelt, dann sind das SEO-Tools. Hier findet so ziemlich jeder das für sich und seinen Themenbereich (OnPage oder OffPage) das passende Werkzeug. Ende 2015 gesellte sich noch ein weiteres Tool in einer Beta-Version hinzu: PageRangers. Mittlerweile ist das Tool seit einigen Monaten aus der Beta-Phase raus und es ist an der Zeit, darüber zu berichten.
Ich nutze das Tool bereits seit Dezember 2015 und konnte die bisherige Entwicklung mitverfolgen. Es hat sich in der Zeit einiges getan. Ein Modul mit Namen „CMS“ ist komplett rausgeflogen. Scheinbar konnte nicht nur ich nichts damit anfangen ;-)

Die Entwicklung von PageRangers geht aber ständig weiter, neue Funktionen werden ergänzt und Vorhandene verbessert. Im aktuellen Stand bietet PangeRangers folgende Module für Webseitenbetreiber an:

  • Keyword-Monitoring
  • Datenimport aus der Search-Console
  • OnPage-Optimierung
  • Backlink-Überwachung

PageRangers ist in drei verschiedenen Preisvarianten verfügbar. Die genannten Module sind in allen Paketen enthalten, die verschiedenen Pakete unterscheiden sich also nicht im Funktionsumfang, sondern in der Leistung.
Das Starter-Paket für monatliche 19,95 € erlaubt ein Projekt, bis zu 200 zu überwachende Keywords und 3000 analysierbare URLs. Das Professional-Paket für 79,95 € legt da einges drauf. 5 Projekte mit insgesamt 1000 Keywords und 30000 URLs für alle Projekte werden getoppt vom Business-Paket. Für 349,95 € lassen sich hier 50 Projekte einrichten, 3000 Keywords tracken und 300000 URLs analysieren.

Bevor allerdings eines der verschiedenen Module in einem der verfügbaren Pakete zur Anwendung kommen kann, muss zunächst ein Projekt angelegt werden. Nach dem Einloggen in PageRangers findet sich zu diesem Zweck ein Button „Neues Projekt anlegen“ im rechten Bereich des Dashboards.

PageRangers Projekt anlegen

Um ein neues Projekt anzulegen, muss dafür ein Name vergeben und die URL des Projektes angegeben werden.

Auswahl der Module

Im nächsten Schritt können jetzt die zu verwendenden Module für das Projekt ausgewählt werden. Hier sind bereits standardmäßig alle ausgewählt. Wer das Backlink-Modul nicht benötigt, kann es hier auch direkt deaktivieren und die Ressourcen für andere Projekte nutzen. Für diesen Bericht bleiben aber natürlich alle Module aktiviert.
Ist das Projekt fertig eingerichtet, kann direkt zu den einzelnen Modulen gesprungen werden. Zur besseren Übersicht fangen wir vorne an, mit dem Keyword-Monitoring.

Keyword-Monitoring mit PageRangers

Als Beispiel muss meine Seite herhalten, die bei der diesjährigen Nischenseiten-Challenge entstanden ist. Damit überhaupt erstmal Rankings ermittelt werden können, muss PageRangers natürlich erstmal die Keywords kennen, zu denen es Rankings ermitteln kann.

Auswahl der Domain
Hier möchte PageRangers zunächst die Domain bestätigt haben. Im nächsten Schritt benötigt das Tool dann 5 Keywords. Diese können aus einem bereits grob ermittelten Pool ausgewählt oder darunter einfach manuell hinzugefügt werden. Anhand dieser Keywords werden dann im nächsten Schritt weitere mögliche Keywords zur Domain ermittelt, welche wieder durch anklicken in das eigene Keywordset übernommen werden.

Keywords ermitteln

Mitbewerber auswählen

Sind die Keywords ausgewählt, ermittelt PageRangers aus den Keywords eine Mitbewerberliste. Hier lassen sich später, bezogen auf das eigene Keywordset, die Rankings im Vergleich zur Konkurrenz ansehen. Eine praktische Sache, die für einen guten Überblick unbedingt genutzt werden sollte. Die vorgeschlagenen Seiten sind nicht immer zu 100% passend, später lassen sich aber weitere Wettbewerber hinzufügen.

Vorgeschlagene Mitbewerber von PageRangers

Zur Auswahl der Mitbewerber einfach die Checkbox auf der rechten Seite anmarkern und unten im Fenster auf „Weiter“ klicken.
Das Monitoring ist jetzt eingerichtet und PageRangers beginnt sofort damit die Rankings zu ermitteln. Erste Ergebnisse dürften schon jetzt im Bereich„Monitoring“ zu sehen sein. Also nix wie hin.

Das Monitoring Dashboard

Ein Klick auf „Monitoring“ im Hauptmenü öffnet das Monitoring-Dashboard. Wie es sich für ein gutes Dashboard gehört, gibt es hier einen schnell zu erfassenden Gesamtüberblick des aktuellen Geschehens. Im oberen Bereich präsentiert PageRangers die Hauptkennzahlen der Domain, darunter wird der Verlauf des Rankingindex präsentiert. Dieser errechnet sich auf der Basis des eigenen Keywordset, nicht aus einem Pool des Tools selber.
Darunter wird es zweispaltig mit den Top-Chancen und den Top-Rankings. Darunter folgt die Statistik mit der Verteilung der Rankings bis zur Suchergebnis-Seite 10 und die aktuellen Gewinner- und Verliererkeywords.
Diese Daten bieten nur ein „Best-of“ der aktuellen Daten. Weitere Details lassen sich unter den einzelnen Menüpunkten im linken Menü erfahren.

PageRangers Domain-Kennzahlen

Bei den Kennzahlen für die aktuelle Domain lassen sich die aktuell indizierten Seiten bei Google erfragen (funktioniert wie die site-Abfrage bei Google) und der aktuelle Alexa-Rank einsehen.

Einstellungen

Hier lässt sich der Domainname ändern.

Keyword-Rankings

Hier kommt der Kern des ganzen: die aktuellen Rankings zum Keywordset. Standard ist die Sortierung nach aufsteigenden Positionen, diese kann aber auch nach allen anderen Faktoren der Tabelle auf- und absteigend sortiert werden.

Keyword-RankingHier lässt sich zusätzlich zur aktuellen Position auch sehen, welche Positionsgewinne oder gar Verluste einzelne Keywords im Vergleich zum letzten Check erzielt wurden, auch die kleine Grafik zum 4-Wochen-Rankingverlauf der einzelnen Keywords ist gut gelöst. Auch die zum Keyword rankende URL wird direkt unter dem Keyword angezeigt. Seit neuestem zeigt der Eintrag [Google-DE] hinter dem Keyword, für welche Suchmaschine bzw. welches Land das Ranking ermittelt wurde.

Keyword-Rankings filtern

PageRangers Keyword FilterWie schon erwähnt, wird PageRangers ständig weiterentwickelt. Und frisch hinzugekommen ist die Funktion zum Filtern der Anzeige. Diese geht ein wenig weiter als die Sortierung über die Tabelle, da sich die Keywordliste nach drei einstellbaren Parametern filtern lässt. Sollen also nur die Rankings zwischen Position 5 und 20, mit einem Wettbewerb zwischen 20 und 40 und einem Suchvolumen von 10 bis 50 angezeigt werden, lässt sich das mit dem Filter einstellen. Das ist eine praktische Funktion und hilft den Überblick bei vielen Keywords zu behalten.

Keyword-Veränderungen

Ebenfalls eine sehr praktische Tabelle, auch wenn die Veränderungen bereits in den aktuellen Rankings angezeigt werden. Hier lassen sich die Veränderungen des Rankings zwischen zwei Datumsangaben anzeigen. Wird eine Unterseite derzeit auf ein bestimmtes Suchergebnis bzw. Keyword hin optimiert, lässt sich so tagesgenau anzeigen, ob die Arbeit auch Früchte trägt oder ob es sogar eher nach hinten losgeht.
Auf den ersten Blick fehlen hier allerdings Daten, die in der Tabelle mit den Keyword-Rankings noch da waren. Das ist kein Bug, sondern ein weiterer Filter der ermöglicht, die anzuzeigenden Keywords nur nach Verbesserungen, Verlusten, neu rankenden Keywords und gar nicht mehr rankenden Keywords zu sortieren.

Ranking-Verteilung

Die bereits bekannte Grafik vom Dashboard der Verteilung der Suchergebnisse bis Seite 10 findet sich an dieser Stelle wieder. Ergänzt wird diese Information noch mit einer Statistik über die Ranking-Verteilung im zeitlichen Verlauf.

Ranking-Verteilung im zeitlichen Verlauf
Ranking-Verteilung im zeitlichen Verlauf

Keyword-Chancen

Welche Keywords haben die besten Chancen auf eine Platzierung auf der ersten Suchergebnisseite? Genau das verrät PageRangers in diesem Bereich. Dabei sollte die Chancen-Prognose an dieser Stelle nicht überbewertet werden. Es könnte durchaus der Eindruck entstehen das hier eine Chance aus einer Analyse der zum Keyword rankenden URL, der Mitbwerber-Situation und dem aktuellen Rankingverlauf errechnet wird, dem ist aber nicht so. Wäre aber cool.
Sortiert wird hier also nur, welches Keyword am nähesten an Seite 1 kratzt und somit hohes Potential hat den Sprung in die Top-10 zu schaffen.

URL-Switches

Wesentlich informative ist der Report zu den URL-Switches. Diese können mitunter ein Problem darstellen, wenn Google nicht weiß, welche URL zu welchem Keyword am besten passt und diese dann ständig wechselt um zu erfahren, welche die Nutzer bevorzugen.
Das kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass Google gar nicht erst auf die Idee kommt das entsprechende Keyword oder die Unterseite(n) besser zu ranken. An dieser Stelle müssen dann konkrete Maßnahmen ergriffen werden, um Google zu zeigen welche Unterseite hier auf jeden Fall die bessere Wahl ist.

Mehrfach-Rankings

Auch Mehrfach-Rankings können ein Problem sein. Klar ist es geil, wenn gleich drei Ergebnisse der eigenen Seite zu einer Suchanfrage in den Suchergebnissen erscheinen. Allerdings ist das eben kein Fehler von Google, sondern ein Test um zu sehen, welche der verschiedenen URLs bevorzugt geklickt werden und welche Unterseite den Nutzer (scheinbar) zufrieden stellen kann.
Wie bei den URL-Switches gilt es auch hier, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen mit denen Google gezeigt werden kann, welche Unterseite zu bevorzugen ist.

Mehrfach-Rankings

Keyword-Vorschläge

Passend zum aktuellen Keywordset ermittelt PageRangers auch weitere mögliche Keywords. Diese landen in der Liste mit den Keyword-Vorschlägen. Hier lassen sich mitunter interessante Ideen abgreifen, die bislang gar nicht auf dem Schirm waren. Also einfach ab und zu reinschauen. Die Keywords lassen sich aus dieser Liste über den „Plus-Button“ direkt hinzufügen.

Keywords verwalten

Wichtig ist natürlich die Verwaltung der Keywords. Hier lassen sich neue hinzufügen und entfernen, aber auch weitere Einstellungen vornehmen.
Voreingestellt prüft PageRangers die Rankings alle 7 Tage. Keine Sorge, dieser Zeitraum lässt sich bis auf einen Tag herab senken, nagt aber leider an den verfügbaren Credits. Mit jedem Tag weniger an dem die Rankings überprüft werden müssen, steigen die pro Keywords zu verbrauchenden Credits. Im Starter-Paket ist dann beispielsweise bei 75 Keywords die alle zwei Tage geprüft werden sollen der „Kreditrahmen“ von 200 Credits erreicht.
Sollen also die im Starter-Paket versprochenen 200 Keywords verwendet werden, lassen sich diese Positionen nur alle 7 Tage ermitteln. Das könnte ehrlich gesagt im Voraus etwas klarer kommuniziert werden.

Keywords verwalten Tage einstellen

Auch die Umstellung der Tage für mehrere Keywords könnte etwas einfacher gelöst sein. Es gibt zwar eine Mehrfach-Auswahl zum Löschen und Kategorisieren der Keywords, leider aber keine um bei mehrerenauf einen Schwung die Tage umzustellen. So werden bei größeren Änderungen doch die ein oder anderen Klicks fällig.

Mitbewerber

Zum Schluss des Monitoring-Bereiches noch ein Blick auf die Möglichkeit, Mitbewerber im eigenen Keywordset zu beobachten. Die Mitbewerber sind bereits beim Einrichten des Projektes abgefragt und empohlen worden. Unter „Meine Mitbewerber“ lassen sich neue Mitbewerber hinzufügen oder bestehende entfernen, zusätzlich zeigt die Tabelle anhand des Rankingindex wo die eigene Seite im Vergleich zu den Mitbewerbern steht.

Mitbewerber Rankingindex

Der Punkt „Mitbewerber -Vorschläge“ ist selbsterklärend und auch hier sollte ab und zu mal reingeschaut werden, ob sich vielleicht der ein oder andere neue Konkurrent eingeschlichen hat.
Zum Schluss gibt es noch den Rankingvergleich mit den Mitbewerbern. Aus Platzgründen bietet PageRangers hier als Erkennungsmerkmal der Konkurrenten nur das Favicon an, ein überfahren mit der Maus zeigt aber in einem Tooltip an, um welche Seite es sich handelt.

Mitbewerber im Rankingvergleich
Rankingvergleich mit den Mitbewerbern

PageRangers und die Search Console

PageRangers-Search ConsoleDie Search Console von Google ist sehr beliebt und ein praktisches Tool für Webseitenbetreiber. Neben vielen Funktionen die den Status der eigenen Webseite bei Google mehr oder weniger sinnvoll nachvollziehen lassen und eventuellen Benachrichtigungen bei manuellen Abstrafungen, nicht geupdateten WordPress-Installationen oder sonstigen Problemen bietet die Search Console auch einen Einblick in aktuelle Suchanfragen. Die in der Search Console angezeigten Rankings sind allerdings alles andere als aktuell, manchmal nicht mal auch nur annähernd passend und auch nur 90 Tage rückwirkend verfügbar. Mit der neuen API zur Search Console wurde es dann ab Sommer 2015 möglich, die Daten aus der Search Console zu ziehen, um diese langfristig speichern zu können. Hier haben sich auch etliche SEO-Tools gleich draufgestürzt und auch PageRangers bietet seit einigen Monaten diese Funktion.
Also werfen wir mal einen Blick rein.

Verbinden mit Google Search Console und Archivierung

Um die Search Console unter PageRangers verwenden zu können, müssen beide Tools erstmal miteinander verbunden werden. Diese Möglichkeit erscheint direkt beim Aufruf der Option „Search Console“ aus dem Hauptmenü.
Im Grunde macht PageRangers nichts anderes mit den Daten als die Search Console selber. Sie werden nur besser und übersichtlicher präsentiert – und gespeichert. Der Datenbestand bleibt ab dem Anmeldedatum erhalten (hier Februar) und kann auch durch die Filterfunktion eingesehen werden.
Alle Daten der Search Console lassen sich auch (wie in allen anderen Modulen) direkt als Excel-Format exportieren.

Auf die einzelnen Funktionen der Search Console in Page Rangers möchte ich an dieser Stelle nicht tiefer eingehen. Wer seine Seite nicht in der Search Console gemeldet hat, sollte das zügigst nachholen. Alle anderen kennen die Darstellung und Daten aus der Search Console bereits, müssen sich eben nur an die Handhabung in PageRangers gewöhnen.
Das Modul der Search Concole ist auch im Paket Starter enthalten.

PageRangers: Tool zur Onpage-Optimierung

Das dritte Modul im PageRangers-Bunde ist das Optimierungsmodul. Vor dem Google Pinguin hat Onpage-Optimierung kaum jemanden interessiert, heute geht es scheinbar nicht mehr ohne. OnPage.org hat sich in dem Bereich gefühlt als Marktführer eingenistet und setzt auch preislich auf Premium.
Wie schlägt sich wohl das Optimierungsmodul von PageRangers im Vergleich zum Platzhirsch OnPage.org? Zum Einsatz kommt an dieser Stelle lediglich der kostenlose Account von OnPage.org, nur als Hinweis.

Findet PageRangers die gleichen Fehler wie OnPage.org (und umgekehrt)? Oder bewerten die Tools unterschiedlich?

PageRangers: Stand der Optimierung

Zum Zeitpunkt des Artikels hat das Projekt save-your-music.de einen Optimierungsstand von 96%. Das ist nicht schlecht, sogar ziemlich nah am Optimum. Wer 100% erreicht, wird dazu von PageRangers interviewt :-)

PageRangers OnPage Optimierung

Vom Optimum kann hier aber nur die Rede sein, wenn durch die Brille des Tools geblickt wird. Also setzen wir jetzt mal die Brille von OnPage.org auf.

OnPage.org Free: Stand der Optimierung

Auf den ersten Blick sieht das beim großen Konkurrenten schon etwas anders aus, auch wenn es technisch scheinbar gar nix zu bemängeln gibt.

Optimierung OnPage.orgAber jetzt wird verglichen. Was bemängeln die beiden Tools noch?

Optimierungsvorschläge von PageRangers

Zuerst der Blick auf PageRangers. Bei einem Optimierungsstand von 96% kann ja nicht allzuviel im Argen liegen. Die Grafik zeigt gelb bis orange markierte Einträge, die jetzt nicht unbedingt für Panik sorgen. Erst bei Fehlern die rot markiert sind, ist es ratsam nicht die Hände in den Schoß zu legen.

PageRangers Optimeriungsvorschläge

Bilder sind zu groß

Hierbei handelt es sich um genau ein Bild. Im Detail ist es ein Screenshot im PNG-Format. Dieses Bild habe ich durch jeden zur Verfügung stehenden Komprimierer gejagt, auch die serverseitige Komprimierung ist aktiviert (sonst würden alle anderen Bilder ebenfalls bemängelt) – es hat leider alles nichts genützt. Das Bild im JPG-Format speichern, bläht die Größe der Grafik noch mehr auf. Für mich ist hier keine Lösung auf den ersten Blick ersichtlich, ohne viel Zeit in dieses EINE Bild zu investieren. Also ignoriere ich diese Meldung beherzt :-)

Verhältnis Text zu Code nicht optimal

Das hätte auch anders ausgedrückt werden können: Diese Seiten enthalten zu wenig Text. Viele Tools sind der Meinung, eine Seite muss unbedingt mehr als 300, 400 oder 500 Wörter enthalten. Das kann gut möglich sein und unter den 11 gemeldeten Problemen gibt es auch ein paar Kandidaten die auf jeden Fall nochmal überarbeitet werden müssen. Wenn ich aber ein wirklich keines Thema in 300 Wörtern abhandeln kann, wieso muss ich zwingend 500 Wörter rumsülzen?
Die Kritik ist teilweise berechtigt, letztlich muss der letzte Fehlerfilter im eigenen Kopf stattfinden.

Titel und Meta-Description wurden mehrfach verwendet

Ja, stimmt. Mein Fehler. Danke :-)

URL enthält Großbuchstaben

Dieser Fehler begegnet mir schon lange in vielen Tools und ich kann aus Erfahrung mit anderen Projekten sagen: Google ist das komplett wurscht ob sich da Großbuchstaben in der URL befinden. Die 36 gemeldeten Fehler sind übrigens URLs von Bildern und die Großbuchstaben kommen im Dateinamen vor.

Optimierungsvorschläge von OnPage.org

Ok, die Mängel von PageRangers wurden festgestellt und bewertet, schauen wir uns an was Captain OnPage so zu mosern hat:

OnPage OptimierungsvorschlägeNicht indexierbare Seiten mit hohem OPR

Zwei der drei Fehler kommen vom Impressum und den Datenschutzhinweisen. Diese sollen auch nicht indexiert werden.
Der dritte Fehler rührt von der Startseite, die ohne den Trailing-Slash am Ende der URL per Canonical auf die Variante mit Trailing-Slash verweist. Bei Eingabe der Domain in den Browser wird korrekt auf die Variante mit Trailing-Slash umgewandelt und alle Links zur Startseite sind im Quelltext auch mit / am Ende versehen. Firefox beispielsweise ignoriert diesen / am Ende allerdings und ruft die Variante ohne Trailing-Slash auf. Vielleicht muss ich hier nochmal ran, habe da aber gerade keine Lösung parat.

Indexierbare Seiten mit weniger als 3 eingehenden Links

Ein Mangel in der internern Verlinkung. Die ist wichtig, mal schauen wie ich hier noch mal was nacharbeiten kann.

Bilder ohne ALT-Text

Das ALT-Attribut bei Bildern ist wichtig, um der Suchmaschine mitzuteilen was sich auf dem Bild befindet. Dieses Problem habe ich seit dem letzten Crawl aber bereits behoben.

Indexierbare Seiten mit weniger als 300 Wörtern

PageRangers wirft in dieser Disziplin einen wesentlich höheren Wert aus, die Wortgrenze bei OnPage.org liegt hier wohl entsprechend niedriger so das hier nur drei Seiten bemängelt werden.

Indexierbare Seiten ohne Twitter-Vorschaubild

Ok, um die Open-Graph-Bilder für Facebook und Google+ kümmere ich mich ja schon, aber ich bin mir nicht sicher ob ich auch zusätzlich noch Vorschaubilder für Twitter bereit stellen sollte.

Ergebnis des Vergleichs zwischen OnPage.org und PageRangers

Was der eine bemängelt (zu großes Bild) scheint dem anderen egal zu sein. Die doppelte Meta-Description taucht bei OnPage.org gar nicht auf. Auch die URLs mit Großbuchstaben scheint OnPage.org egal zu sein. Die nicht indexierbaren Seiten scheinen von PageRangers ignoriert zu werden. Entweder setzt das Tool hier voraus, man weiß was man tut oder es wertet eventuell Hinweise im Titel oder Description aus ob es sich hier um das Impressum oder die Datenschutzseite handelt und ignoriert diese dann.

Letztllich lassen sich durch beide Tools Fehler finden und ausmerzen, auch wenn beide nicht immer konform gehen. Aber es heißt ja auch bei Ärzten, es sei ratsam sich eine zweite Meinung einzuholen.

Anpassung der OnPage-Optimierung bei PageRangers

Die Unterschiede kommen aber auch von anderer Stelle. Das OnPage-Modul von PageRangers erlaubt es, Fehler zu gewichten und sie so aus dem Bericht zu verbannen. Wenn also zwei Seiten nicht indexiert werden können und diese Fehler nicht auftauchen sollen, lässt sich über den Menüpunkt „Bewertungsmaßstäbe“ diesem Fehler eine andere Gewichtung geben und schon ist er weg :-)

Aus Platzgründen werde ich jetzt nicht weiter auf die Details des Optimierungsmoduls eingehen. OnPage.org eilt in dem Bereich ein berechtigt guter Ruf voraus, ich denke aber das PageRangers hier kaum nachsteht, auch wenn vielleicht nicht so viele Lösungsvorschläge angeboten werden und die Details nicht bis in den letzten Nanometer aufgedröselt werden. Gecrawlt wird bei PageRangers automatisch alle 7 Tage, wem das nicht genügt kann über die Crawler-Einstellungen den Crawl auch manuell anstoßen.

PageRangers Backlink-Überwachung

Als viertes und bisher letztes Modul bietet PageRangers eine Überwachung der Backlinks. Die sammelt das SEO-Tool nicht selber ein, sondern müssen allesamt manuell angelegt werden. Eine weitere Alternative bietet die Verknüpfung mit Google Analytics. Hier extrahiert das Tool aus dem Bericht „Verweise“ unter Akquisation weitere Backlinks. Einrichten lässt sich die Verknüpfung mit Analytics über das Menü „Einstellungen“.

PageRangers Backlink Verwaltung

Bereits in der Basis-Variante bietet PageRangers die Überwachung von 1000 Backlinks an, was insbesondere für kleine Seiten ausreichend ist, wenn nicht jeder Social-Bookmark oder Webkatalog erfasst werden soll. Aber der Reihe nach, denn auch im Backlinkbereich bietet PageRangers wieder ein paar nützliche Optionen.

Der Page-Observer

Wenn ein Link gesetzt wird, der erst später auf der Seite erscheint aber die URL bereits bekannt ist lässt sich der Page Observer dafür nutzen. Ein praktisches Anwendungsbeispiel dafür sind Kommentare in Blogs, die zunächst moderiert werden müssen. Sobald Page Observer den Backlink auf der eingetragenen URL findet, wird er aus der Beobachtungsliste gelöscht und in die Überwachungsliste mit übernommen.

Meine Links

Hier werden alle bereits erfassten Links angezeigt und weitere können manuell hinzugefügt werden. Die Tabelle zeigt die URL von der verlinkt wird, Domain Rank (keine Ahnung was hier gemessen wird), die verlinkte Zielseite der eigenen Webseite, den Linktext und ob es ein Follow oder Nofollow-Link ist.

Über den Button am rechten Rand „Links manuell hinzufügen“ lassen sich, man glaubt es kaum, weitere Links hinzufügen. Dies kann einzeln passieren, aber auch ein ganzer Schwung ist problemlos möglich.

Meine Backlinks in PageRangers

Verlinkende Domains

Die Funktion dieses Menüs ist nur unschwer herauszufinden. Es zeigt die verlinkenden Domains an. Befindet sich vor dem Domainnamen ein +-Symbol sind weitere Links auf der Domain gefunden worden. Diese lassen sich mit einem Klick auf das Symbol anzeigen.

Verlinkte Seiten

Auch nicht unwichtig sind die verlinkten Seiten. Welche URLs auf meiner Webseite sind eigentlich am meisten von außen verlinkt? Hier bietet das Tool einen guten Einblick, insbesondere weil ein Klick das +-Symbol anzeigt, von welchen Seiten der Link kommt.
Mit dieser Ansicht lassen sich schnell Unterseiten ausmachen, die vielleicht beim Linkbuilding mehr Berückichtigung erfahren sollten, um die ganze Domain zu stärken.

Anchortexte

Links sind ja was feines, früher sprang Google nett drauf an, wenn hart verlinkt wurde. Wer also Plattenspieler verkaufen wollte, verlinkte seine Seiten mit dem Keyword „Plattenspieler kaufen“. Diejenigen Welchen, die es damit übertrieben haben sind mal allesamt so richtig schon vom Pinguin niedergemetzelt worden. Kein Problem, heute ist der SEO von Welt ja schlauer und macht so dumme Sachen natürlich nicht mehr. Auch wenn ich mal gehört habe, dass die ein oder andere harte Verlinkung vielleicht doch noch nützlich sein kann… *hust*

Backlink Veränderungen

Welche Links weggefallen und hinzugekommen sind, lässt sich unter „Veränderungen“ einsehen. Hier bietet sich für einen erweiterten Blick in die Vergangenheit wieder der Filter an, mit dem eine Zeitspanne eingestellt werden kann, für die der Bericht gelten soll.

Fazit zum SEO-Tool PageRangers

Es ist sicherlich nicht leicht, heute im Bereich der SEO-Tools große Marktanteile zu ergattern. Viele Suiten wie Sistrix, XOVI und Searchmetrics sind schon viele Jahre am Start und haben langjährige Stammkundschaft, die vermutlich nur sehr schwer abzuwerben ist. Für meinen eigenen Bereich bin ich bislang sehr gut ohne die großen Tools ausgekommen, PageRangers habe ich mir nach der Beta-Phase allerdings gegönnt.
Während der Beta eingereichte Verbesserungsvorschläge und Fehlermeldungen wurden wirklich erhört und auch umgesetzt oder ausgemerzt. Auch nach der Beta freuen sich die Entwickler über Feedback um das Tool wirklich an den entscheidenden Stellen verbessern zu können.
PageRangers ist meiner Meinung nach ein gutes Allroundertool, mit dem sich viele Informationen innerhalb und außerhalb der eigenen Webseite zusammentragen lassen und zur Optimierung verwendet werden können.

Verkaufsfördernd ist letztendlich der Preis, der sich schon deutlich unter der Konkurrenz bewegt. Wie es sich mit dem Leistungsumfang verhält, kann ich nicht beurteilen, weil ich die anderen Tools nur oberflächlich kenne und mir daher kein Urteil erlauben möchte.
Für die Skeptiker bietet aber auch PageRangers eine 14-tägige Testphase an. Ein Blick lohnt sich, gerade für Nischenseitenbetreiber kann es zum Projektstart sinnvoll sein ein paar Wochen das Tool mitlaufen zu lassen. Sind alle Arbeiten zunächst erledigt, lassen sich die Daten des Projektes exportieren und später wieder verwenden. So lässt sich das Tool auch für mehrere Projekte nutzen.

Hier geht’s zum PageRangers SEO-Tool.

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4 Kommentare zu “Einblick in das SEO-Tool PageRangers

  1. Hallo Steffen,
    ich danke Dir für die vielen Insights. Bisher habe ich mich nicht mit dem Tool auseinandergesetzt und es gefällt mir sehr gut, wie detailgetreu Du die Handhabe erklärt und aufbereitet hast (Da stecken einige Stunden arbeit drin, tippe ich mal!). Ps: Das Artikelbild hat mich von Anfang an zum Schmunzeln gebracht. Sehr gut gemacht, danke!

  2. Hi Steffen,

    vielen Dank nochmal für die tolle Zusammenfassung!!! Ein ganz klitzekleiner Hinweis. Du schreibst: „Die sammelt das SEO-Tool nicht selber ein, sondern müssen allesamt manuell angelegt werden.“ Das ist nicht ganz richtig. Wir arbeiten an der Stelle mit einem externen Dienstleister und eigenen Crawlern, die das Web automatisch nach Backlinks durchsuchen.

    Wer Analytics verknüpft bekommt die Links etwas schneller und wer sie direkt aus anderen/eigenen Quellen initial importiert, der hat sie sofort im Zugriff.

    Viele Grüße
    Daniel von PageRangers

  3. Vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht – insbesondere für den Vergleich mit der Konkurrenz. Wir werden uns Pagerangers für unser Projekt auf jeden Fall jetzt einmal ansehen und testen.

  4. Pingback: Ein SEO-Comeback: Mit Pinterest zurück in die Top 10

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