Wieviel SEO-Aufwand lohnt sich für kleine Websites?

Webseiten machen viel Arbeit und die dort investierte Zeit und Mühe zahlt sich oft erst viel, viel später aus. Denn um Besucher auf klassische Art über Suchmaschinen auf die Seite anzulocken, wird viel Geduld benötigt.

Schnelle SEO-Taktiken

Natürlich ist der Wunsch da, zum Start gleich Wahnsinns-Content zu schaffen um direkt auf Anhieb eine gewisse Reichweite zu erzeugen. Gelingen dürfte das nur in den seltensten Fällen, da muss schon alles zusammen passen und das letzte Quentchen Glück darf ebenfalls nicht fehlen.

Darum ist immer noch der Drang da, mit kleinen Tricks ein bisschen nachzuhelfen. Häufige Verwendung des Keywords im Text (der auch noch tausende Wörter lang ist), für jede mögliche Schreibweise eine eigene Unterseite durch Artikel-Spinning oder Keyword-Stuffing im Footer der Seite – alles gute Ideen, die heute aber nicht mehr viel bringen oder mitunter sogar nach hinten losgehen können.

Die Energie sollte eher in alternative Trafficquellen investiert werden, denn genau auf diesen Plattformen ist heute die Zielgruppe unterwegs, was auch den Anstieg der Stories im Newsfeed erklärt.

Ich habe nicht den Eindruck das Suchmaschinen heute bessere Ergebnisse liefern, sie sind aber auf jeden Fall in der Lage, diese alten „Tricks“ zu erkennen. Meiner Meinung nach macht es nur wenig Sinn, diese unbedingt überlisten zu wollen. Möglich wird es immer noch sein: Ich habe vor einiger Zeit mal einen Text in der Länge verdoppelt, indem ich den Vorhandenen einfach nochmal rückwärts (also alle Wörter von vorne nach hinten) angehangen habe. Hat nicht viel gebracht, aber geschadet hat es auch nicht.

Viel hilft viel

„Viel hilft viel“ – gedacht und gemacht. Texte wurden superlang ausgeweitet und das Thema bis in jedes kleinste Detail auseinandergenommen. Am Besten noch mit vielen internen Links, Bildern, Überschriftenstruktur, Zusatzinfos, Kästchen hier, Kästchen da, Video dazu eingebunden usw.

Die meisten Besucher kommen heute über Mobilgeräte und lümmeln dabei gemütlich auf der Couch rum. Die Motivation, auf dem kleinen Display einen 5000-Wörter Text zu lesen tendiert so ziemlich gegen Null.

Mit Links ist es ein ähnliches Problem. Es waren coole Zeiten, wo man täglich 10 Links in Webkatalogen oder Social-Bookmark-Diensten eingetragen hat.
Mache ich bei neuen Webseiten auch heute noch, auch wenn es davon immer weniger werden. Gerade zum Projektstart versuche ich wirklich noch an Links zu kommen, aber dieser Fokus verliert sich doch recht schnell.

SEO Search Console
Zahlen im Blick behalten, aber nicht überbewerten

Zeiten ändern sich: Alternative Trafficquellen

Die Onlinewelt ist stets im Wandel und das oben erwähnte Problem mit den Mobilgeräten führt zu einer neuen Art Content: Kurz und knackig.
Videos und Bilder für YouTube, Pinterest, Facebook, Instagram und möglicherweise TikTok zu produzieren ist viel Arbeit, eben deutlich mehr als einen Text zuschreiben (oder schreiben zu lassen).
Kurz gesagt, geht es um den Aufbau einer „kleinen“ Marke und zugleich auch einer Community dahinter. Darum prüfe ich mittlerweile Ideen für neue Nischenseiten mittlerweile nicht nur darauf, ob die Produkte gerade oder dauerhaft im Trend und gefragt sind, sondern auch, ob es möglich ist diese auch „multimedial“ vorzustellen.

Damit ändert sich auch die Herangehensweise an die Webseiten. Kürzere Texte, ausführliches Bildmaterial – ich bedauere es zwar den Inhalt eindampfen zu müssen, aber die Lesefaulheit überwiegt einfach. Es ist immens wichtig, andere Plattformen zu bespielen um aus der Abhängigkeit von reinen Suchmaschinen herauszukommen.

SEO-Grundlagen beibehalten

Bei allem „Neuen“ ist es essentiell die Grundlagen einzuhalten. Lesbare und strukturierte Texte, vernünftige Titel und Descriptions, Alt-Texte bei Bildern und sofern es sinnvoll und machbar ist auch die Einbindung vonstrukturierten Daten.
Dazu eine gute URL-Struktur und eine funktionierende Navigation – auf viel mehr achte ich eigentlich gar nicht mehr.

Die Search-Konsole bzw. Webmaster-Tool sind natürlich wichtig und dort muss ab und zu reingeschaut werden. Bei Pagerangers habe ich noch einen günstigen Account aus Anfangszeiten, ich kann gar nicht sagen wann ich dort zuletzt reingeschaut habe.
Früher gab es viele SEO-Blogs – gibt es heute noch welche außer bei den diversen Toolanbietern? Welche, die nicht quartalsweise gefühlt immer wieder den gleichen Kram durchkauen?

Fazit

SEO-Grundlagen durchführen und bei neuen Projekten gleich eine breitere Aufstellung mit den verschiedenen Plattformen planen.

Ein Kommentar:

  1. Wer langfristig am Ball bleibt und Geduld hat, wird auch schnell Ergebnisse sehen

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