Rückblick auf Computer und Spiele

Commodore in den 80ern und PC in den 90ern – die alten Computer waren tolle Dinger und Spiele waren nicht alltäglich. Ein Rückblick auf das, was so hängengeblieben ist.

Commodore Plus4

Genaue Jahreszahlen können zumindest im Zeitraum der80er-Jahre nicht mehr genannt werden, dafür sind die Erinnerungen einfach vielzu schwach. Irgendwann schleppte mein Vater einen Commodore 16 ins Haus, ausgeliehen von einem Arbeitskollegen. Mit Kassettenlaufwerk und sogar ein paar Spielen dabei – also auf Kassette! KASSETTE!
Das Handbuch mit Ringbindung war irre dick und neben der eigentlichen Anleitungfür den Computer auch der Lernkurs für Basic. Denn es gab keine grafische Oberfläche, das Starten von Programmen oder Spielen erfolgte ausschließlich per Befehlseingabe über die Tastatur.
Die Ladezeiten waren unvorstellbar, wenn die Daten von der Kassette in den Speicher des Computers geladen wurden. Auch eigene Daten konnten dort gespeichert werden, was ebenfalls extremst umständlich war, da man sich die Zahl des Bandlaufwerks merken (oder besser: notieren) musste.

Mein Vater war angefixt und kurze Zeit später stand der Commodore Plus 4 im Haus. Der war technisch identisch mit dem C16, hatte aber auch vier spezielle Features an Bord, nämlich ein Textverarbeitungsprogramm, eine Tabellenkalkulation, eine Datenbank und ein Programm zum Diagrammeerstellen. Diese Software war fest im Rechner integriert und per Tastendruckstarten. Es ist wohl nicht nötig zu erwähnen, dass die Software sich von einem modernen Office-Paket um einige Universen unterscheidet. Trotzdem hat es mein Vater hinbekommen, darauf eine kleine Buchhaltung inklusive Rechnungsdruck mit dem Epson 9-Nadel-Drucker anzulegen.
Schnell wurde auch die Datassette mit einem Diskettenlaufwerk 1541 ergänzt, um beim Dateihandling endlich vernünftig arbeiten zu können.
Und damit kamen auch durch Freunde und Bekannte endlich viel mehr Spiele ins Haus, die nicht mühsam von Kassette geladen werden mussten. Auch damals gab es schon viele verschiedene Genres: Rätselgames oder Textadventures,  Casino-Spiele wie auf casino.netbet.de oder Jump’n‘Runs, meistens aber waren es, aus heutiger Sicht simpel gestrickte Actionspiele, die aber trotzdem stundenlang fesseln konnten.

Das war eine tolle Zeit, man lernte durch die Benutzung des Computers noch, wie das alles eigentlich funktioniert. Aber es war im Vergleich zu heute schon alles extrem unkomfortabel.

Der erste 286er-PC

1992 war es dann soweit. C64, Amiga und Atari ST kannte ich nur von Bekannten oder wenn sie im örtlichen Quelle-Shop ausgestellt waren. Irgendwie standen über Monate immer die gleichen Modelle dort, keine Ahnung ob die auch jemals verkauft worden sind… Gibt es eigentlich Quelle noch?

Ein 286er kam ins Haus. Mit 1 MB RAM, 12 Mhz und unfassbaren 44 MB Speicherplatz! Gekauft wurde der Rechner von einem Händler, der aber offenbar nicht so wirklich neu war. Denn es war eine Software installiert, Framework IV, was immer automatisch mitgestartet ist. Das war ein absoluter Nullblicker, mehrere Tage hielten wir das für das Betriebssystem – bis durch irgendeinen Zufall das Programm mal beendet wurde und plötzlich die Eingabeaufforderung von MS-DOS erschien.

Denn zum PC dabei hatten wir eine Ausgabe der PC Praxis, der Computerzeitschrift von Data Becker (der Verlag ist mittlerweile auch nicht mehr existent). Diese Zeitschrift war sehr hilfreich, denn auch MS-DOS funktionierte nur, wenn man mit den richtigen Befehlen arbeiten konnte. Windows 3.1 lief später auch auf dem PC, gearbeitet wurde aber meistens mit MS-DOS.
Symphony ersetzte die Tabellenkalkulation für die Buchhaltung, Word 5.0 die Textverarbeitung, ein HP Deskjet 500 kam noch zum Drucken dazu.
Deutlich anspruchsvoller wurden die Spiele. Adventures wie Monkey Island, Indiana Jones, Loom und viele weitere liefen auf dem Ding tadellos und wurden auch bis zum Exzess gespielt. Zu Anfang konnte der PC nur lächerliche Piepstöne, es folgte eine sensationelle SoundBlaster 2.0 – eine Zusatzkarte die im PC installiert wurde. Dies schuf ein damals unglaubliches Klangerlebnis und sogar Aufnahmen waren möglich. Leider keine allzu langen Aufnahmen, denn da wollte die Kapazität der Festplatte noch nicht mitmachen.

Besonders begeisterten mich allerdings Rennspiele. Spiele fanden natürlich nicht immer auf ganz legalem Weg auf den PC und irgendwann war auch das Spiel „Formula 1“ dabei. Was für ein Wahnsinn! In flüssiger 3D-Grafik konnte man über die Rennstrecken dieser Welt rasen. Auch 4D Sports-Driving muss erwähnt werden, besonders weil hier ein Streckeneditor enthalten war. So konnten neben Geraden und Kurven auch Loopings, Sprungschanzen oder Tunnels auch Brücken platziert und sofort befahren werden. Allerdings war der 286er dafür schon zu schwach, es ruckelte wie verrückt, was aber dem Spielspaß keinen Abbruch tat. Genauso ruckelte es auch bei Test Drive 3, was rückblickend eineOpen-World war. Das gesamte Areal war frei befahrbar, inklusive Gegenverkehr, Regen und einen ständig umherfahrenden Zug.

Was ebenfalls im Gedächtnis hängen geblieben ist: Dune 2. Einesder ersten Echtzeitstrategiespiele und quasi der Vorgänger von Command & Conquer, Warcraft usw. Dune 2 lief auf dem 286er aber nur mit einem Trick. Der Bedarf an Arbeitsspeicher war recht hoch, darum musste erst der deutsche Tastaturtreiber aus der Systemkonfiguration entfernt werden, damit es starten konnte.

Neben dem ganzen Spieletreiben beschäftigte ich mich auch mit QBasic, einer bei MS-DOS beiliegenden Programmiersprache.

Der Pentium

Spiele wie Doom oder die ersten CD-Only-Spiele blieben bei mir während der Zeit mit dem 286er unerreichbar, alleine schon aufgrund der Geschwindigkeit.
1995 sollte sich das ändern, der Pentium 90 kam ins Haus. Sauteuer, aber eben auch superschnell. DOS war dann irgendwann auch weitgehend Geschichte, Windows 95 hievte die Betriebssysteme für PCs endlich in die Welt der Mausbedienbarkeit.

Die riesige 1GB-Festplatte wurde in der Tat niemals voll, vor allem nicht, wenn man es gewohnt war mit 44 MB haushalten zu müssen.
Und da mit dieser Maschine endlich 3D-Shooter gespielt werden konnten, ging es nun auch endlich los. Doom und Duke Nukem 3D liefen, dass meistgespielte Spiel auf diesem Computer müsste aber Grand Prix 2 gewesen sein. Die Simulation der Formel 1-Rennen funktionierte bis ins kleinste Detail, alleine die Einstellungsmöglichkeiten  der Fahrzeuge zog sich über mehrere Bildschirme. Besonders cool waren die Telemetriedaten. Es war genau erkennbar, wie die Federn des Fahrzeugs arbeiteten oder an welcher Stelle der Geraden der Motor am Drehzahlbegrenzer war. Und diese Daten konnten zur Optimierung des Setups verwendet werden, um noch schneller sein zu können. Das vermisse ich in heutigen Spielen sehr.

1996 ging es mit diesem PC und 28.8er Modem ins Internet underste Schritte mit HTML folgten. Auch Videoschnitt wollte ich testen, was aber mit diesem Rechner nicht möglich war. Die Zusatzkarten waren damals so groß, dass sie nicht in das Gehäuse passten und die entstehenden Datenmengen waren exorbitant.

Der Pentium 2 400

Die Produktzyklen bei PCs waren in diesen Jahren sehr, sehr kurz. Kam eine Innovation auf den Markt, konnte man sicher sein das in nur wenigen Wochen der nächste Schritt mit noch mehr Leistung kam. 1999 kaufte ich meinen ersten eigenen Rechner im Aldi. Einen Pentium 2 mit 400 Megahertz, 13,6 GB Festplatte und einer 3D-Beschleunigungskarte.
Unglaublich, wie schnell und supersoft die Spiele plötzlich aussahen. Direkt in Erinnerung sind mir hier eigentlich nur die Spiele Half Life, Need for Speed 3 und Grand Prix 3 geblieben. Ok, natürlich dürfen hier auch die Echtzeitspiele wie Command & Conquer 3 oder Age of Empires nicht vergessen werden.
Auch das Internet bot sich zu dieser Zeit bereits als Spieleplattform an. Die Spiele basierten meist auf Flash (was 2020 engültig eingestellt wird) und waren oft simpel gestrickt, aber auch heutige Dinge wie
casino.netbet.com/de waren auch damals schon technisch machbar.

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https://www.youtube.com/watch?v=ECEuVwjzHB4

Der AMD Athlon mit 2,6 Gigahertz

Wie gesagt, die Produktzyklen wurden kürzer und 2002 kam ein AMD Athlon ins Haus, dessen Festplattenkapazität irgendwo jenseits der 300 Gigabyte lag, was endlich auch Videos ermöglichte. Zumindest deren Digitalisierung. Die Grafikkarte war ebenfalls wieder ein gutes Stück flotter und ermöglichte auch Grand Prix 4, was zwar einige Fehler hatte aber ebenfalls ein super Spiel war, leider das letzte seiner Art auf PC für viele, viele Jahre. Sony hatte die F1-Rechte und bis 2010 gab es Formel 1 nur noch auf der Playstation.

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Eine Videokarte wurde angeschafft und munter die alten Video-8-Kassetten digitalisiert. Das war toll, denn die alten Filme konnten nun auf den wesentlichen Teil zurechtgeschnitten und auf DVD gebrannt werden. Alleine für das Rendern brauchte der Computer allerdings oft die ganze Nacht und etliche Stoßgebete, es möge dabei kein Fehler auftreten.

Diesen Computer hatte ich sehr lange, denn die Zeit für Spiele wurde immer weniger und damit der Bedarf an Leistung geringer. Zwischendrin zog erstmals eine Konsole ins Haus ein, die Nintendo Wii mit der wirklich innovativen Bewegungssteuerung.

Zwischendrin mal Intel

Erst 2010 kam ein Intel Core 2 Duo – von diesem Gerät kann ich aber nicht mehr wirklich irgendwelche technischen Daten runterbeten. Er war schnell genug und die Anforderungen recht gering. Spiele? Kaum welche, außer das Codemasters endlich wieder die Formel 1 auf dem PC wiedererweckt hat.

AMD A10

Diese Zeilen entstehen auf einem AMD A10 mit 3,7 Gigahertzund 16 Gigabyte RAM. Dieser PC steht seit 2015 unter dem Tisch und ist ein reines Arbeitsgerät. Um die Daten zu nennen musste ich allerdings wirklich nachschauen, sie spielen keine Rolle mehr – solange alles läuft.
Beim Videoschnitt fehlt manchmal das letzte Quentchen Leistung um flüssig zu arbeiten, aber es hält sich im Rahmen.
Außer Age of Empires 2 finden auf diesem Rechner keine Spiele mehr statt, dafür steht eine Xbox One S unter dem Fernseher. Aber auch da liegt nur eine Disc drin: F1 2019 😉

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Fast 30 Jahre PC

Rekapitulierend wäre es interessant, wie viele Stunden in den letzten Jahren sitzend vor dem Computer zugebracht wurden. Die Nutzung hat sich massiv verändert von der Spielekiste hin zum reinen Arbeitsgerät.

Auch die allgemeine Nutzung von Computern hat sich geändert. Der Desktop-Markt ist arg geschrumpft, Notebooks sind für viele Menschen einfach praktischer. Aber auch die mobilen Rechner sind durch Smartphone und Tablet weitaus weniger wichtig als noch zur Mitte der 2000er Jahre.
Spiele sind für mich recht uninteressant geworden. Heute erscheinen die gleichen Spiele wie vor 20 Jahren, sie sehen natürlich geil aus und sind super gemacht, aber mich reizt einfach nichts mehr daran, Lara Croft wieder durch irgendwelche Level zu steuern oder den x-ten Shooter zu spielen.
Auch Spiele verlagern sich weitgehend ins Internet, ganze Geschäftsmodelle wie casino777.ch entstehen da und die neue Konsolengeneration wird wohl die letzte sein, die ein optisches Laufwerk besitzen.

Immer dabei war eigentlich Windows. Ich weiß nicht, wie oft bei Windows XP in den 2000er Jahren eine Neuinstallation nötig war. Die Fehlerrate war hier wirklich extrem hoch. Windows 7 brachte hier doch etliche Verbesserungen, Windows 8 war meiner Meinung nach super innovativ was sich sich vor allem auf den Smartphones zeigte. Seit Windows 10 läuft, kann ich mich nicht wirklich an einen kompletten Systemabsturz erinnern.

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