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Ein Link aus Wikipedia – so hat’s geklappt

Links aus der Online-Enzyklopädie Wikipedia sind nicht umsonst ziemlich begehrt. Wikipedia ist in den Suchergebnissen nach wie vor bestens vertreten, da kommt man schnell in Versuchung ein paar Links abzugreifen. Das ist aber, zum Glück, nicht so einfach. Denn die Redakteure sind natürlich auch nicht von gestern und werfen jeden Link der auch nur ansatzweise nach SEO riecht in hohem Bogen wieder raus. Was muss man also tun, um an einen Link zu kommen?




So nicht: Wie Links aus Wikipedia auf jeden Fall rausfliegen

Links aus WikipediaGanz banales Beispiel: Wir stellen uns vor, wir betreiben einen Shop für Schaukelpferde. Wer jetzt meint, in dem entsprechenden Wikipedia-Artikel unter Weblinks einen Link zu seinem Shop platzieren zu können, kann sich darüber ein paar Minuten freuen, dann dürfte der Link schon wieder entfernt sein. Billiger Spam, auch wenn die Zielseite an sich völlig ok ist, funktioniert nicht.
Selbst mit themenrelevanten Shops, die eigentlich die logische (Kauf-)Konsequenz des Wikipedia-Artikels für den Leser darstellen (müssen), funktioniert das nicht. Es scheint, die Wikipedia-Wächter leiden alle unter einer ansteckenden Shop-Allergie. Was aber auch absolut in Ordnung ist. Dieser Artikel soll auch keine Anleitung sein, wie man am effektivsten Wikipedia vollmüllen kann.

Eigene Inhalt als Ergänzung mit Mehrwert anbieten

Eine alte SEO-Weisheit lautet: Content is King! Eine zweite, besonders deutsche, Volksweisheit lautet: Ohne Fleiß kein Preis. Oder anders ausgedrückt: Wir brauchen einen Inhalt, den auch Wikipedia als verlinkenswert erachten würde. Bleiben wir bei dem Beispiel Schaukelpferde. Was kann man also zum Thema Schaukelpferde anbieten, damit unser Content ohne Probleme einen Link aus Wikipedia bekommt?
Für Schaukelpferde könnte das eine Bauanleitung sein für ein ganz spezielles und exklusives Modell sein. Oder Tipps zur richtigen Reinigung und Pflege, nachdem der Nachwuchs seine Fischstäbchen mit Spinat darüber verteilt hat. Es wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas krank, bei einem Shop für Schaukelpferde eine kostenlose Bauanleitung für ein Schaukelpferd zu veröffentlichen. Schneidet man sich da nicht ins eigene Fleisch? Nehmen wir an, viele Menschen möchten gerne ein Schaukelpferd bauen. Können es aber nicht, weil ihnen das handwerkliche Geschick, das Werkzeug oder einfach nur die passende Werkstatt dafür fehlt. Die schauen sich diese Bauanleitung an, sind begeistert und träumen davon wie schön es doch wäre – aber sie werden dieses Schaukelpferd nicht bauen. Aber sie waren Besucher im Schaukelpferd-Shop. Und Ihnen hat die Bauanleitung gefallen. Möglicherweise verlinkt sogar außer Wikipedia noch der ein oder andere Besucher diese Bauanleitung irgendwo. Diese Bauanleitung kann man also unter Mehrwert, sowohl für den Besucher und für Wikipedia, verbuchen.

Ein Fall aus der Praxis

Es ergab sich die Gelegenheit den Verlag eines Komponisten, der bereits 1987 gestorben ist, vertrieblich in das eigene Geschäft zu integrieren. Das Geschäft wurde nach dem Tod weitergeführt, erarbeitete sich auch einige Reputation, die aber im Laufe der Zeit verloren ging und den Sprung ins Internet fast völlig verpasst hat. Der Komponist war ein sehr talentierter Mensch, dem zu Lebzeiten aufgrund mangelnder Möglichkeiten leider der richtige Erfolg verwehrt blieb.
Über diesen Mann gibt es im Netz nichts zu finden, das einzige Infomaterial bestand aus einer Blättersammlung mit einem, sehr authentischem und persönlich geschriebenem, Lebenslauf.
Und da tauchte das erste Problem auf: Wikipedia möchte Quellen für den Artikel angegeben haben. Aber wie soll man Quellen verlinken, die es gar nicht gibt? Nach einigem Überlegen wurde der Lebenslauf einfach als PDF aufbereitet und im Netz bereitgestellt. Der Lebenslauf war sehr ausführlich und bot genügend Stoff für einen umfangreichen Wikipedia-Eintrag.
Es war also nicht abzusehen, ob die Arbeit, die in den Artikel investiert wird sich am Ende auch auszahlt. Denn ob Wikipedia eine Quelle für einen Artikel akzeptiert, die man auch noch selber erstellt hat ist ja durchaus fragwürdig.

Es lohnt sich auf jeden Fall vor dem Beginn des Schreibens einen Blick in die Richtlinien von Wikipedia zu werfen und jegliches SEO-Geschwafel gleich auszublenden. Ein neutraler Artikel, der beim Leser kein Vorwissen vorraussetzt, ist gefragt. So entstand ein ordentlicher Artikel mit relevanten Lebensstationen des Komponisten, einem extra Absatz über das wichtigste Werk, einer Auflistung weiterer Werke, eine Liste mit erhalten Auszeichnungen und am Ende ein Link zur Webseite.
Als Quelle wurde lediglich das erwähnte PDF angegeben und es wurde noch ein brauchbarer Eintrag auf der Seite der Deutschen Nationalbibliothek angegeben.

Noch am selben Tag war der Eintrag auf Wikipedia freigegeben, der sogar noch mit einigen Verlinkungen innerhalb Wikipedias von einem Wikidia-Mitarbeiter ergänzt wurde.

Was bringt das fürs Ranking?

Tja, die Frage muss momentan noch offen bleiben. Wenn man dem aktuellen Trend folgen will und sich ein wenig unabhängiger vom Google-Traffic machen möchte, ist dieser Weg bestimmt nicht verkehrt.

 




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