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Neuer Speicher in der Cloud: goneoCloud Free

goneoSpeichern in der Cloud ist voll hip. Google, Apple, Dropbox oder Microsoft bieten kostenlosen und kostenpflichtigen Speicher im Netz an. Die kostenlosen Angebote beschränken sich meistens auf Speicherplatz um die 5 Gigabyte, doch jetzt steigt ein deutscher Anbieter mit kostenlosen 10 Gigabyte in den Ring. Goneo mit goneoCloud Free.




Cloud auf deutschen Servern

10 Gigabyte kostenlosen Speicher bietet der Webhoster goneo für jeden kostenlos an. Weitere fünf Gigabyte kann man durch Empfehlungen erhalten. Mehr ist zunächst nicht geplant, auch wenn goneo schon angedeutet hat, dass weitere (kostenpflichtige) Angebote folgen.
Nicht ganz zu Unrecht haftet den amerikanischen Anbietern von Cloudspeichern nicht das beste Image an. Deren Server stehen in den USA und unterliegen damit auch deren Recht. Zwecks Terrorismusabwehr schrecken die USA bekannterweise vor nichts zurück und so sollte man sich überlegen, welche Daten man dort ablegt.
Des einen Manko ist des anderen Gewinn: Goneo wirbt mit dem Serverstandort Deutschland bzw. mit der Gewissheit, dass die Daten auch in Deutschland bleiben und damit dem deutschen Datenschutz unterliegen. Ganz ehrlich: Wirklich wichtige Dinge schiebe ich als Backup auf meinen eigenen Webspace. Für die unendlich angewachsene Fotosammlung müssen immer noch zwei Festplatten herhalten, denn hier ist keine kostenlose Cloud ausreichend. Selbst Skydrive mit 25 Gigabyte muss da passen. Ja ja, auch die Jahresgebühren für die Cloud-Anbieter halten sich in Grenzen, ich weiß 😉

AjaXplorer als Oberfläche

Nach der kurzen Registrierung erhält man eine E-Mail von goneo mit dem Bestätigungslink. Diesen muss man einfach bestätigen und kann sogleich das Angebot noch einem Freund weiterempfehlen. Das sichert dann zusätzliche 5 Gigabyte Speicher.

Goneo Cloud 1
Nach dem Einloggen präsentiert sich eine Oberfläche namens AjaXplorer. Diese Oberfläche macht Ihre Aufgabe sehr gut, ist übersichtlich und arbeitet zügig, was natürlich auch immer von der Verbindungsgeschwindigkeit abhängig ist. Der Aufbau ähnelt dem bekannten Explorer von Windows. Gut gelöst: Klickt man auf ein hochgeladenes Bild oder eine Textdatei, öffnet sich das Bild als Ansicht und die Textdatei in einem Editor.
Was bisher nicht funktioniert hat, ist dass Hochladen kompletter Ordner. Die Software arbeitet logischerweise mit dem normalen Windows Auswahldialog, der beim Öffnen immer in den Ordner wechselt. Auch per Drag&Drop scheint der Upload von Ordner nicht zu funktionieren. Hier könnte goneo noch nachbessern.

goneoCloud Dateiansicht

Auch als App für Android und äh, wie heisst die andere Firma noch gleich?

Wer Daten vom Smartphone in die Cloud laden will, kann dafür auch goneoCloud nutzen. Dafür gibt es das Tool AjaXplorer, welches den Explorer im Browser mimt, auch als App für Android und iOS. Im PlayStore kostet die App allerdings 79 Cent. Da ja bereits Google Drive für das Handy problemlos benutzt werden kann, verzichte ich an dieser Stelle darauf.

Dateien für andere bereit stellen

goneoCloud DateifreigabeWie bei allen anderen Clouddiensten kann man auch bei goneo Dateien für andere Personen freigeben. Dabei hat man die Möglichkeit die Gültigkeitsdauer in Tagen, die maximal erlaubte Zeit an Downloads und ein Passwort einzustellen. Die Software generiert dann einen Link unter dem die Datei abgerufen werden kann. Im Prinzip also das, was alle anderen Diensten auch bieten.

Fazit

Goneo bietet natürlich nichts neues, dafür sind sie etwas spät dran. Trotzdem ist der Dienst empfehlenswert, denn 10 Gigabyte bekommt man für lau bei keinem der anderen großen Anbieter. Wenn die Software noch ein wenig angepasst wird (manchmal sind die Dialoge zweisprachig) und mit den kostenpflichtigen Versionen auch die passenden Apps zur Verfügung stehen, ist das die goneoCloud durchaus eine Überlegung wert.
Dieser Artikel wurde übrigens nicht gesponsert!

 




2 Kommentare zu “Neuer Speicher in der Cloud: goneoCloud Free

  1. Pingback: Kim Schmitz startet MEGA

  2. vielen Dank für den sehr detaillierten Artikel und die Bilder.
    Endlich kann man sich auch vorstellen, wie das da aussieht, so als“Ottonormalverbraucher“
    …ich denke, ich werde dann auch mal in die Cloud einsteigen! 😉

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