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Weihnachtsgeschenke bei Amazon verkaufen



Alle Jahre wieder: Weihnachten ist vorbei und teilweise häufen sich die unmöglichsten Geschenke an: Schlafanzüge – enganliegend wie eine Wurstpelle, Socken – in einem Farbtraum von Hornhaut-Umbra oder einfach doppelte Geschenke oder Sachen die man so überhaupt nicht gebrauchen kann. Auch wenn es vielleicht unhöflich erscheint, Geschenke wieder zu verkaufen: Vom rumliegen werden sie nicht besser und nützen auch niemandem.
Neben eBay ist mittlerweile auch Amazon ein beliebter Marktplatz um gebrauchte Sachen zu verkaufen.

Verkaufen bei Amazon – die Gebühren

Die Funktionsweise von eBay ist bekannt. Dort können Artikel versteigert, aber auch zum festen Preis angeboten werden. Bei Amazon kann man als Verkäufer lediglich mit einer festen Preisangabe verkaufen. Wie auch eBay verlangt Amazon Gebühren, wenn der Verkauf erfolgreich war. Im Gegensatz zu eBay fallen dafür aber keine Angebotsgebühren an. Also das reine Nutzen der Verkaufsplattform ist bis zum erfolgreichen Verkauf kostenlos.
Wie eBay berechnet auch Amazon die Provisionen nicht immer gleich, sondern schlüsselt nach einzelnen Verkaufskategorien auf

  • 10% des Verkaufspreises* bei Elektronik- und Foto-Artikeln (zzgl. 15% USt.)
  • 7% des Verkaufspreises* bei Elektro-Großgeräten (ausgenommen die Unterkategorien Zubehör, Mikrowellen und Dunstabzugshauben)
  • 15% des Verkaufspreises* bei Artikeln in den Produktlinien Bücher, Musik, DVD, VHS, Software, PC- & Videospiele, Küche, Haus & Garten, Spielwaren, Auto (außer Reifen) (zzgl. 15% USt.)
  • 10% des Verkaufspreises* bei Reifen (zzgl. 15% USt.)
  • Immer: 0,99 EUR pro erfolgreichen Verkauf (0,99 EUR zzgl. 15% USt.)

Die vollständige Liste gibt’s hier: Amazon Verkaufsgebühren

Artikel bei Amazon zum Verkauf einstellen

Am einfachsten ist das Verkaufen von Artikeln, die auch im Sortiment von Amazon erhältlich sind. Am Beispiel der DVD „Wall Street – Geld schläft nicht“ (irgendwie passend) schildern wir das Einstellen eines Artikels.

Schritt 1: Den Artikel bei Amazon finden

Dazu bietet sich natürlich die Suchfunktion an. Also den Namen der DVD eingetippt und schon listet uns die Produktsuchmaschine von Amazon alle zum Suchwort passenden Artikel auf. Anhand des Covers und der Beschreibung sollte man den korrekten Artikel wählen. Durch verschiedene Editionen von Artikeln können Abweichungen entstehen. Also lieber zweimal hinsehen und sicher gehen. Das spart später Ärger.

Schritt 2: Angebot und Preise prüfen

Im linken Bildschirmbereich findet man alle wichtigen Infos zum Artikel der verkauft werden soll. Am wichtigsten ist hier natürlich der Preis. Der ist hier mit 4,97 € nicht besonders hoch, viel Gewinn ist also nicht zu erwarten. Aber Kleinvieh macht auch Mist.
Aber was ist das? Fünf Zeilen weiter unten sind ja noch günstigere Angebote. 49 mal ist der Film ab 4,00 zu haben (man beachte das magische Wörtchen „ab“) und 34 mal gebraucht ab 1,59 €. Worum handelt es sich hier? Naja, Amazon macht ja den Marketplace nicht nur für uns, sondern für alle Menschen. Und all die treffenden Angebote von anderen Verkäufern werden auch hier im Angebot angezeigt. Die Neuware stammt in der Regel von Händlern, die Ihr Angebot auf Amazon verkaufen, die Gebrauchtwaren von privaten Verkäufern wie unsereins.

Amazon Produktseite

Schritt 3: Artikel bei Amazon anbieten

Amazon WarenkorbDer Preis ist egal, das DVD-Regal muss entrümpelt werden. Lassen wir den Blick in den rechten Bereich des Bildschirms schweifen, fällt uns der bekannte Amazon Einkaufswagen-Button auf. Etwas darunter finden sich noch Angebote von Amazon-Verkäufern und ganz am Ende der Leiste ist unser ersehnter Link: Diesen Artikel verkaufen.
Fix darauf geklickt und schon beginnt man mit dem ersten Schritt den Artikel bei Amazon einzustellen. Natürlich muss man für diesen Vorgang mit dem Amazon-Konto eingeloggt sein.
Amazon fragt nun einige Details zum Artikel ab. Hier sollte man Ehrlichkeit walten lassen und etwaige Mängel am Produkt mit angeben. Das erspart lästigen Ärger mit dem Käufer, die mitunter gar nicht mitbekommen, dass sie den Artikel nicht bei Amazon selbst kaufen, sondern bei einem privaten Anbieter.
Bei den Angaben zum Produktpreis kann man sich an der Produktpreisdetail-Box oben rechts orientieren. Ein kleiner Tipp: Wenn es beim Verkauf nicht auf jeden Pfennig Cent ankommt, einfach immer ein klein wenig unter dem günstigsten Preis bleiben. Hier ist mir persönlich allerdings 1,59 € um einiges zu niedrig, so dass ich mindestens 5,00 € für den Artikel haben möchte.
Amazon berechnet dem Käufer zusätzlich zum Verkaufspreis auch Versandkosten von 3,00 €, die aber direkt an den Verkäufer durchtransferiert werden. Wenn Sie also eine DVD als Großbrief versenden, dafür 1,45 € zahlen, bleiben Ihnen noch 1,55 € Versandkosten übrig – den Umschlag und der Zeitaufwand um zur Post zu gehen lassen wir jetzt mal außen vor.

Amazon Produktangaben

Schritt 4: Was bleibt hängen?

Sind alle Angaben erfolgt, geht es weiter zum nächsten Schritt. Hier listet Amazon, vor dem übermitteln des Artikels in den Marktplatz, alle anfallenden Gebühren und die zu erwartenden Erlöse auf. 4,84 € bleiben bei mir also von den 5,00 € Verkaufspreis übrig. Damit bin ich zufrieden und lasse den Eintrag übermitteln.

Amazon Erlöse

Schritt 5: Nach dem Verkauf

Freude kommt auf: Nach nur kurzer Zeit (das kann aber auch dauern) erhält man eine E-Mail das der Artikel verkauft ist und man diesen schnellstmöglich versenden soll. Amazon erwartet hier einen fixen Versand von Verkäuferseite, denn die haben hier einen Ruf zu verlieren und werden es wahrscheinlich nicht allzu oft tolerieren wenn sich über einen Verkäufer Beschwerden wegen langsamen Versands häufen. Daher gilt: Stehen Urlaub, Krankenhaus oder sonstige Dinge an: Unbedingt die Verkäufe bei Amazon einfrieren.
Den Artikel versenden: Die DVD packe ich natürlich in einen Luftpolsterumschlag und frankiere ihn ausreichend. An die Adresse des Verkäufers gelangt man über sein Verkäuferkonto im Menüpunkt „Bestellungen verwalten“. Dort sind alle Verkäufe aufeglistet, mit dem Button „Packzettel drucken“ öffnet man ein PDF zum Ausdrucken, welches man dann auf den Umschlag kleben kann. Alternativ kann die Anschrift aber auch per Hand übertragen werden. Versendet man den Artikel, sollte man auch am selben Tag den Button „Versand bestätigen“ auslösen. Damit wird der Käufer über den Versand benachrichtigt und auch Amazon weiß bescheid, dass der Artikel unterwegs ist.

Vorteil von Amazon gegenüber eBay

Es ist schwierig die beiden Marktplätze zu vergleichen. Ist man eher Sammler oder verkauft keine Allerweltsartikel, kann eine Preisrecherche bei beiden Anbietern Sinn machen. Für Bücherm, CDs und Filme ist Amazon meiner Meinung nach die erste Wahl, da das Einstellen dank der vorgefertigten Artikelbeschreibungen schnell vonstatten geht und man sich nicht um die Abwicklung der Zahlung kümmern muss. Andererseits fehlen bei Amazon die Möglichkeiten, sein Angebot aus der Masse hervorzuheben, wie es beispielsweise ebay (als kostenpflichtige Option) anbietet. Hier kann man letztendlich nur über den Preis gehen.



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