Webmasterfriday: Ebooks?! Was ich davon halte




Eins vorweg: Ich finde die Beschreibung des dieswöchigen Webmasterfriday etwas verwirrend. Ich bin mir nicht sicher ob es hier um eBooks geht, die auf diversen Webseiten zum Kauf oder Download bereit stehen, oder ob es sich hier um den „klassischen“ Buchmarkt handeln soll. Und da ich mir nicht sicher bin, gebe ich zu beiden Sachen meinen Senf dazu ;-)

Ebooks von Bloggern, SEOs und Co.

EbooksWenn ich auf irgendwelchen Seiten Sätze lese wie „101 Tipps zum Linkaufbau“, „25 Strategien für Top-Rankings“, „50 Überschriften die alles verkaufen“ oder „80 tolle Twitter-Tipps“ dann kriege ich immer so ein leichtes Ziehen im Kleinhirn. Solange diese Sorte „Bücher“ noch für einen Tweet oder kostenlos zu haben sind, lasse ich mich auch durchaus dazu hinreissen mal reinzuschauen. Meine Hemmschwelle für Ebooks mit derartigen Titeln Geld auszugeben geht allerdings absolut gegen Null.
Ich will an dieser Stelle gar nicht bewerten, wer da nun möglicherweise mehr oder weniger seriös handelt oder nur Marketing für die eigene Person betreiben will, aber in der Regel kann man 98% der Inhalte in die Tonne treten, da man alles mindestens schon einmal irgendwo gelesen hat.

Damit sollen aber nicht alle Ebooks die auf Webseiten oder auf anderen Wegen angeboten werden über einen Kamm geschoren sein. Im Gegenteil: Die Möglichkeit das jeder sein eigenes Buch quasi im Selbstverlag veröffentlichen und vertreiben kann, ist eine tolle Sache. Amazon bietet mit dem Kindle gleichzeitig Endgerät und die passende Vertriebsplattform an.

Ein positives Beispiel für ein Ebook der obigen Sorte ist das Handbuch für die Google Webmaster-Tools.

Ebooks für Kindle & Co.

Ich muss mich zunächst als Bücherfan outen. Es ist etwas wundervolles ein Buch in den Händen zu halten, es aufzuschlagen und den Geruch des frischgedruckten in der Nase zu haben.
Und trotzdem lese ich seit Februar 2012 auf einem Kindle. Lediglich zum Probelesen bestellt ich damals das Gerät und installierte mir die Leseprobe von Stephen King’s „Der Anschlag“. Glücklicherweise war diese sehr üppig und wider Erwarten war ich vom Lesegefühl auf dem Kindle total begeistert. Klar, er roch nicht nach Buch. Er fühlte sich auch nicht so an. Aber alleine der Komfortgewinn durch die Gewichtsersparnis beim Lesen im Bett (Wer „Limit“ von Frank Schätzing gelesen hat, weiß wovon ich spreche) ist einfach phänomenal.Ein weiterer Grund für Ebooks: Der Platz im Regal. Wir werfen grundsätzlich keine Bücher weg. Das geht einfach nicht. Bei nutzlosen Computerbüchern von vor 10 Jahren ist das was anderes. Leider wird man viele Bücher aber auch nicht mehr zu einem lohnenswerten Preis los. Und wer nichts wegwirft, hat eben irgendwann ein kleines Platzproblem. Das umgeht man mit dem Kindle natürlich geschickt, hat allerdings auch einen kleinen Nachteil: Denn bis Amazon nicht den Gebrauchtmarkt für Ebooks eröffnet, kann man seine erworbenen Bücher nicht weiter veräußern.
Noch ein Vorteil, der für manchen nicht unpraktisch sein kann: Mit der Kindle-App auf Smartphone und Tablet können die Bücher auf jedem Gerät gelesen werden. Um hier die Lesezeichen zu synchronisieren, müssen die Geräte natürlich online sein um den aktuellen Stand abgleichen zu können.

Papier – nein danke?

Trotz allem Komfort: nicht alle Arten von Büchern sind geeignet um als Ebook vernünftig genutzt werden zu können. Besonders Fachbücher sind gänzlich ungeeignet für den Einsatz als Ebook. Durch das oft erforderliche vor- und zurückblättern oder die Stichwortsuche im Index ist die Arbeit damit in der elektronischen Version eher eine Qual als ein Gewinn an Zeit und Nutzen.

Meine Empfehlung geht also klar zum elektronischen Buch, auch die Tageszeitung lesen wir nur in der digitalen Variante. Trotzdem ist das Buch aus Papier alles andere als tot. Das analoge Produkte die digitalisierte Zeit durchaus überstehen und überleben können, zeigt aktuell die Schallplatte, die es allerdings auch digital kann…

photo credit: Jody Art via photopin cc




3 Kommentare:

  1. … der Geruch eines frisch gedruckten Buchs ist ja wirklich nett … ich hab aber hier so ein paar uralte Bücher stehen, die ich ab und an immer wieder lese, die riechen alles andere als neu und das Papier fühlt sich eher naja an, das kann mit dem Kindle zwar nicht passieren, leider gibt es ein paar von den älteren Büchern nicht als Ebooks (seufz).
    Das mit den Fachbüchern sehe ich genauso. Ich hatte mal eins, das hab ich eh zum durcharbeiten am PC gebraucht. Auf dem einen Monitor hatte ich Kindle für PC offen zum lesen und auf dem Kindle das Stichwortverzeichnis. Aber das ist nicht wirklich praktisch gewesen.
    Schöne Grüße,
    Bella

  2. Pingback:eBooks | Henry Schmid

  3. Pingback:E-Books – die modernen Bücher für jedes Alter | blog-on-tech.de - Der Technikblog

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.