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Webmasterfriday: Sind Computerspiele Zeitverschwendung?

Schon wieder ein Webmasterfriday mit einem guten Thema: Computerspiele: Zocken oder Zeitveschwendung? Und wieder juckte es mich in den Fingern, da ich auch gerne mal ’ne Runde spiele. Achtung, es wird historisch…




Den ersten Kontakt mit Computern hatte ich irgendwann in den 80ern mit einem geliehenen Commodore 64, angeschlossen am Fernseher im Wohnzimmer.
Den ersten eigenen Rechner zu Hause schaffte mein Vater nur kurze Zeit später an, einen Commdore C16/Plus 4. Das Plus 4 bedeutete, hier war bereits Software vorinstalliert: Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbank und Diagramme. Das sollte man sich allerdings nicht wie Office365 vorstellen…

Webmasterfriday Computerspiele

Mit der Kiste wurde natürlich auch gespielt. Wir hatten zwar nur einen Schwarz-Weiß-TV auf dem Schreibtisch, aber wen hat das schon interessiert? Die ersten Spiele gab’s von Datasette, dann kam irgendwann eine Floppy 1541 ins Haus.
Die Spiele von damals hat man gut in Erinnerung. Sogar die Melodien kann ich teilweise noch summen. Kennt jemand noch Tom von Udo Gertz? Ein super Soundtrack, der mir noch 30 Jahre später in den Ohren hängt. Und weil die Spiele von damals so gut in Erinnerung sind, sollte man sie besser auch nicht mehr versuchen zu spielen…

Der PC

1992 kam dann der PC ins Haus und in diesem Moment begann quasi meine Rennfahrerkarriere. Bis auf zwischendurch ein paar Shooter und Echtzeitstrategiespiele sind Rennsimulationen bis heute der Hit für mich.
Aber noch ein anderes Genre war ein echter Zeitfresser. Die Adventures, besonders die Ergüsse von LucasArts, wussten zu begeistern.

Auslöser war Formula One Grand Prix von Geoff Crammond. Natürlich ein Formel-1 Spiel, damals noch ohne echte Lizenz (ich glaube die Strecken waren aber real). Das zog sich bis 1995, als endlich der zweite Teil erschien. In nie dagewesener Grafikpracht feilte man am Auto-Setup, optimierte seine Rundenzeiten und fuhr spektakulär spannende Rennen, während die Adventures zu der Zeit immer weiter ausstarben.
Die Rennspiele verfolgen mich bis heute, leider war mit Grand Prix mit dem vierten Teil in 2002 Feierabend. Erst 2010 bestieg ich wieder ein solches Fahrzeug, als Codemasters die Lizenz bekam. Erst mit der 2013er Version konnte man halbwegs von einem gelungenen Spiel sprechen…

Konsolen? Niemals!

Hieß es bis Ende 2006. Dann habe ich aus Neugier die Nintendo Wii gekauft. Die Bewegungssteuerung brachte wirklich frischen Wind, ebenso wie die Möglichkeiten des Controllers der Wii U. Leider hat kaum ein Hersteller Interesse diese Funktionen sinnvoll einzusetzen. Lieber wird der ewig gleiche Mainstream-Kram veröffentlicht. Schade für Nintendo, die Wii U hatte wirklich Potential.

Aber es gibt Ersatz für Papa…

Und zwar mit Project Cars

Anfang Mai erschienen, ist Project Cars momentan der Hit bei den Rennspielen. Das Spiel vom Setup der Fahrzeuge noch mehr Möglichkeiten als die ehrwürdigen Grand Prix-Titel und es macht einfach Spaß Touren- und Sportwagen am Limit über die Pisten dieser Welt zu bewegen.
Nur wenige verstehen das, aber vielleicht weckt dieses Video von der Nordschleife ein paar Emotionen:

Sind Computerspiele denn nun Zeitfresser?

Ja. Sind sie. Und ich bin sehr froh, dass mich die heutigen Spiele mangels Innovationen schnell anöden, sonst würde da vermutlich noch mehr Zeit drauf gehen die ich eigentlich gar nicht habe. Mit ziemlicher Sicherheit wäre es sinnvoller gewesen, die in in Spiele investierte Zeit dazu zu nutzen, die Nase in Schulbücher zu stecken. Aber hinterher ist man eben immer schlauer.
Andererseits ist, wenn man Computerspiele als Zeitverschwendung bezeichnet, auch jedes andere Hobby davon betroffen.
Frei nach Oliver Kalkofe:

„Bandnudeln die sich selber kochen, essen und verdauen! Was man da an Zeit spart! Was man da alles machen kann!“

„Ja, was denn?“

„Weiß ich auch nicht.“




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