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Produktcheck: Lavalier-Mikrofon BOYA BY-M1

Wer mit Videos startet, fokussiert sich zunächst nur auf die Bildqualität. Ein anderer wichtiger Punkt wird aber oft vernachlässigt, nämlich der Ton. Für eine optimale Aufnahme empfiehlt sich ein externes Mikrofon. Diese gibt es in allen Preisklassen, ich habe das Lavaliermikrofon BOYA BY-M1 für ca. 20,00 € angesehen.




Externe Mikrofone gibt es in verschiedenen Formen. Mikrofone mit Richtcharakteristik lassen sich zum Beispiel direkt an der Kamera oder dem Stativ befestigen. Durch die Eigenschaft des Richtmikrofons lässt sich so der Ton gezielt aus einer Richtung abgreifen. Die Entfernung zum Protagonisten vor der Kamera hat allerdings den Nachteil, anfälliger für störende Umgebungsgeräusche zu sein.
Die andere Möglichkeit ist ein sogenanntes Lavalier-Mikrofon, das an der Kleidung (meistens am Kragen) befestigt wird. Durch die geringe Entfernung zur Lautstärkequelle (Mund), gelingen hier eigentlich die besseren Aufnahmen.
Nachteilig daran ist die Verkabelung (Funk ist natürlich teurer), die damit verbundene Einschränkung der Bewegungsfreiheit und die Sichtbarkeit des Mikrofons.

Ein externes Mikrofon für 20,00 € – was soll man da erwarten?

Genau. Kann man zu so einem Preis eigentlich was Vernünftiges erwarten? Gute Frage, die schnelle Antwort liefert das folgende Video:

Lieferumfang mit Überraschung

Ehrlich gesagt habe ich bei Amazon mehr auf die Rezensionen von anderen Käufern geachtet, als auf den Lieferumfang des Mikrofons. Daher war ich doch überrascht einen Klinkenstecker-Adapter und ein derartig langes Verbindungskabel in der Verpackung zu finden:
Ich habe nicht genau nachgemessen, aber 3,50 m geht das Kabel locker und ermöglicht so wirklich auch ein hin- und herlaufen ohne sich das Mikro vom Kragen zu reissen.
Auch mit in der Packung ist die Batterie zum Betrieb des Mikrofons, der Schaumstoffüberzug als Poppschutz und natürlich der Kragenclip. Alle Teile machen einen guten Eindruck und scheinen nicht so, als würden sie schon nach dem vierten Einsatz auseinanderfallen.

Lavalier-Mikrofon für Kamera und Smartphone

Das Kondensatormikrofon arbeitet omnidirektional. Die Richtung aus der der Schall kommt, spielt also keine Rolle. Das Mikrofon muss also nicht in eine bestimmte Richtung zeigen. Natürlich ist eine Befestigung des Mikronfons in Richtung unten für eine gute Aufnahme nicht optimal.
Angeschlossen wird das Mikrofon über einen normalen 3,5 mm Klinkenstecker. Für weitere Anschlussmöglichkeiten an andere Tonanlagen ist ein Adapter auf große Klinke im Lieferumfang enthalten.

Boya BY-M1

Zwischen Mikrofon und Klinkenstecker ist eine Art Fässchen eingebunden. Dort befindet sich ein Schalter für den Wechsel zwischen Smartphone und Kamera. Ich bin mir nicht sicher, ob damit möglicherweise eine Phantomspeisung deaktiviert wird (?). Update: Ja, es ist eine Phantomspeisung.
Dieses Fässchen dient gleichzeitig auch zur Aufnahme der (ebenfalls beiliegenden) Knopfbatterie. Praktischerweise verfügt auch der Schalter über einen kleinen Clip zur Befestigung an der Hose. So zerrt das Gewicht nicht am Mikrofon.

Boya BY-M1 Schalter Nahansicht

Fazit zum Lavalier-Mikrofon Boya BY-M1

Alles wirkt insgesamt hochwertig verarbeitet, wie der Sound so ist, kann dem obigen Video entnommen werden. Für den wirklich günstigen Preis ist der Lieferumfang überraschend üppig und die Tonqualität geht für mich bisher in Ordnung.
Die Länge des Kabels hätte ich so nicht erwartet, im Gegenteil ist es vielleicht schon fast zu lang. Vielleicht wäre es eine Überlegung wert, eine Wechselmöglichkeit des Kabels zu integrieren um flexiber auf eine jeweils benötigte Kabellänge zurückgreifen zu können.

Das Boya BY-M1 ist erhältlich auf Amazon.de (Partnerlink)

bOYA BY-MA Test Mikrofon

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6 Kommentare zu “Produktcheck: Lavalier-Mikrofon BOYA BY-M1

  1. Verdammt, Du hast mich! Gekauft. Ich nutze ja sonst das RODE Smartlav+ aber es hat ein zu kurzes Kabel für Frontalaufnahmen. Der Pendant von Audio-Technica ATR3350 war für mich ja leider enttäuschend. Ich hatte in der „Büchse“ einen Wackler. Bin gespannt. Die Tonqualitär ist ja mal vielversprechend und ein TRRS Stecker hats auch schon!

  2. Hey, danke nochmal für diesen Tipp. Ich habe es mir wirklich bestellt und habe es mit dem Rode smartLav+ verglichen. Das günstige Boya kann definitiv mit dem teureren Rode standhalten. Ich meine, es hört sich sogar besser an: https://soundcloud.com/viktor-dite/test-welches-ist-besser-boya-by-m1-vs-rode-smartlav-plus-lavaliermikrofon

  3. Hi, Steffen.
    Nochmal Danke für den Test. Und ich hoffe die Provision ist dann am Ende auch bei dir angekommen. Ich habs mir nämlich auch gegönnt, und bin heute endlich dazu gekommen, es auch mal auszuprobieren. Im ersten Augenblick war die Soundqualität nicht besser als die vom Huawei Bordmikro. Das ändert sich aber ab dem Zeitpunkt, wo ich in Bewegung bin. Draußen wirds dann gleich hörbar besser. Also: Danke, ab sofort wird bei mir in hoher Qualität Mist gelabert.
    Und das alles dank dir. 😉
    Gruß, Max von Hostelmax.de

  4. Pingback: Erklärvideo selbstgemacht | Traumjob Internet

  5. joergmichael

    Und ich hänge mich da jetzt gerne mit dran…das Mikrofon musste ich nach deinem ausführlichen Erfahrungsbericht ernsthaft haben.
    Und wenn ich ehrlich bin, hat mich besonders der Preis dazu animiert, mir heute morgen das Mikrofon zu bestellen. Ich bin sehr gespannt, wie es sich dann im realen Leben und bei meinen Videos für
    meine Luftbefeuchterseite
    machen wird. Danke für den Tipp und weiterhin viel Erfolg.

    Gruß joergmichael

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