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SEO / SEM

Zwei Kampagnen bei Rankseller – Ein Erfahrungsbericht

Rankseller ist ein Dienst um Artikel auf anderen Webseiten, vornehmlich Blogs, käuflich zu erwerben. Man kauft also nicht mehr Links, sondern mittlerweile komplette Artikel. Meine Erfahrungen nach zwei gestarteten Kampagnen möchte ich kurz niederschreiben. Gut erklärt wird Blogmarketing hier.




Euro LogoDie erste Kampagne startete so Anfang März, lief 14 Tage und hatte „Orchesterwerke“ zum Thema. Ich habe leider nicht mehr genau den Ausschreibungstext im Kopf, aber ich glaube das Wort „Themenrelevant“ kam vor. Das viele Webseitenbetreiber an einer eklatanten Leseschwäche leiden war mir bis dahin nicht klar. Es war wirklich erstaunlich: Völlig unrelevante Webseiten, mit völlig banalen Inhalten und Honorarforderungen die Josef Ackermann die Schamesröte in sein unschuldiges Gesicht treiben würden, bewarben sich auf diese Ausschreibung.
Das Resultat war dann auch entsprechend. Von über 130 Bewerbern konnten wir keinen einzigen annehmen.

Zweiter Versuch: Neues Thema, neues Glück

Die erste Kampagne wurde also erfolglos beendet, somit war natürlich noch die bei Rankseller eingezahlte Kohle über. Was liegt also näher, als es noch einmal zu versuchen? Beim zweiten Versuch habe ich das Thema noch genauer dargelegt und noch genauer auf die Themenrelevanz hingewiesen. Was also bewegt die Leute sich mit einem BWL-Blog auf ein Thema im Bereich Kindermusical zu bewerben? Lesen ist Glückssache, das Gelesene zu verstehen für manche Menschen wahrscheinlich wie ein Lottogewinn.
Kampagne Nummer Zwei ist derzeit noch aktiv. Bisher waren es über 170 Bewerber, bislang mussten wir wieder alle ablehnen. Ok, teilweise sind wir vielleicht auch ein wenig sehr pingelig, aber ich habe wirklich kaum eine einzige Webseite darunter gehabt die einen wirklichen Mehrwert geboten hätte. Außer eine. Diese bot optional an, einen Text gegen Aufpreis zu verfassen. Das wollten wir nicht, also wollte ich die Option ohne Texterstellung wählen, was aus irgendwelchen Gründen anscheinend nicht geht. Was bedeutet optional sonst? Das ich optional keine Auswahl habe?

Fazit

Die Idee hinter Rankseller und Ranksider ist echt gut. Allerdings ist es ziemlich zeitraubend die ganzen ungeeigneten Seiten aus den Bewerbern auszusieben. An der Stelle hätte ich mir gerne etwas Arbeit erspart bzw. ersparen lassen. Da kann aber natürlich der Anbieter nichts für.
Vielleicht ist es bei Themen die nicht so sehr nischig sind leichter vernünftige Angebote zu bekommen. Unser Ziel war allerdings nicht nur der Backlink, sondern auch wirklich etwas Traffic darüber generieren zu können. Einen Nutzen hatte die Sache dann aber doch: Alle Webseiten die sich beworben haben kann man sich natürlich schön bookmarken. Vielleicht kann man zu einem späteren Zeitpunkt doch den ein oder anderen Blog nochmal gebrauchen, ohne dann den Umweg über einen der beiden Anbieter gehen zu müssen.

 

 

 




6 Kommentare zu “Zwei Kampagnen bei Rankseller – Ein Erfahrungsbericht

  1. Halo Steffen,
    die Problematik mit den themenirrelevanten Blogs ist natürlich auch uns bei RankSider bekannt. Bei uns ist es möglich mithilfe einer Kategorie-Auswahl deine Kampagne in entsprechende Kategorien zu positionieren, so dass du nur Angebote von Blogs bekommst, die auch zu deiner Kategorie passen und somit relevant für dich sind.

    Probiere es doch einfach mal aus! 🙂

    Lieben Gruß,
    Christian von RankSider

  2. Ich glaube es kommt auch auf das Thema an. Wir haben zb im Bereich SEO nie Probleme gehabt und zu einer Kampagne bei einem paar hundert Euro Budget auch ca. 50 – 100 Bewerbungen aus dem SEO Bereich.
    Ansonsten gibt es ja genügend Metriken die Du vorher einstellen kannst um Angebote von passenden Blogs zu bekommen.

  3. den Betreibern solcher Portale geht es primär um Quantität als um eine Qualitätsauslese von Publishers, so bleibt dann auch die Effizienz der Vermarktung auf der Strecke, mit zunehmender Grösse eines Massenportals wird es auch unübersichtlicher, den geeigneten Werbepartner zu gewinnen 😉

    ansonsten ist die Selbstvermarktung über seine eigenen Blogs keine schlechte Option;-)

  4. „Lesen ist Glückssache, das Gelesene zu verstehen für manche Menschen wahrscheinlich wie ein Lottogewinn.“

    Als jemand, der schon viele Jahre auf ebay verkauft ist mir das schon sehr lange bekannt. Viele schalten wohl, wenn sie online gehen, ihr Gehirn aus.

  5. Wir haben mittlerweile beide großen Anbieter getestet und sind ziemlich enttäuscht. Zu viel Zeitaufwand um die paar Perlen vom Schund zu trennen.

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