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Teliad gibt 1000 Kundendomains raus

Am 18. August verkündete Google, weitere Maßnahmen gegen deutsche Linknetzwerke zu ergreifen. Erwischt haben soll es wohl Teliad und Rankseller, die aber eigentlich keine Linknetzwerke sind, sondern eher den Kontakt zwischen Werbenden und Webseite herstellen. Getroffen hat beide Anbieter eine Rankingpenalty, doch was ist mit den bei beiden Diensten angebotenen Seiten passiert?




Das ist natürlich schwierig herauszufinden, ohne die Domains zu kennen, die Ihre Linkplätze anbieten. Fabian Rossbacher hat also bei Teliad nachgefragt, ob er zu Analyszwecken Domaindaten bekommen könne. Und Teliad hat diese allen Ernstes rausgegeben.

Mit einem entsprechenden NDA, durch den ich absolute Vertraulichkeit gewährleistet habe, hat sich die Teliad bereit erklärt, eine Liste von 1000 Domains für meinen Test herauszugeben.
Teliad machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass sie kein Linknetzwerk anbieten.
Es sei ausdrücklich erwähnt, dass diese Bereitstellung eine absolute Ausnahme und ausschließlich
für diese Analyse war. Dies wurde ausführlich mit Teliad besprochen und vertraglich fixiert.

Zitatquelle: https://www.seo-day.de/teliad-publisher-check-nach-google-ankuendigung/

NDA hin, Vertraulichkeit her. Ich finde es eine ziemliche Frechheit von Teliad, hier einfach irgendwelche Daten der Kunden herauszugeben. Nicht ohne Grund sind im Marktplatz selber auch keine Domains ersichtlich.
Interessant wäre auch zu wissen, ob Teliad da nicht ein Einverständnis der Domainbesitzer hätte einholen müssen.

Vertraulich mit schwarzem Hut

Nichts gegen den Herrn Rossbacher. Ich gehe auch davon aus, dass er sich strikt an seine Vertraulichkeitserkärung hält, aber in der SEO-Szene ist er ja auch für seine Blackhat-Künste nicht unbekannt ;-).
Eine Herausgabe der Daten an jeden anderen wäre natürlich genauso fragwürdig.

 




8 Kommentare zu “Teliad gibt 1000 Kundendomains raus

  1. Ojeeee :-/

    Es sind leider über teliad (und auch über unseren Mitbewerber Rankseller) sehr viele unwahre Sachen behauptet worden in Bezug auf diese Domainsache.

    Fabian Rossbacher hat uns angeboten einen solchen Check durchzuführen. Wir haben lange überlegt, ob wir das aus den hier genannten Gründen machen sollten.

    Fabian Rossbacher ist uns persönlich seit vielen Jahren bekannt, ein sehr seriöser und anerkannter Blogger.

    Er hat einen knallharten Vertrag und NDA bezüglich dieser 1000 Domains unterschrieben. Hierbei wird absolute – absolute – Vertraulichkeit gewährleistet.

    Die 1000 Domains sind nur ein sehr kleiner, aber repräsentativer, Teil unseres Portfolios.

    Sorry – ich finde diesen Beitrag völlig überzogen!

  2. Pingback: Linkkauf über große Linkhändler – riskant oder nicht? « SEO Scene

  3. Stellt sich die Frage, ob die Domaininhaber das auch „völlig überzogen“ finden.

  4. Fabian wäre wohl kaum so dämlich und würde auch nur irgendetwas mit den Domains anfangen, mit anderen über Linkverkäufer sprechen die bei Teliad Kunden sind oder sonstigen Schindluder betreiben. Hätte er Domainnamen im Artikel genannt oder würde die Verkäufer irgendwo präsentieren, wäre das ein Skandal, ja. Er hat einfach eine Auswertung bzgl. der möglichen Abstrafungen gemacht und diese in seinem Blog präsentiert, alles anonym, mehr nicht. Interessant wie schnell die Leute vom eigentlichen Thema abkommen 🙂

  5. @Andreas:
    Vorab — das was ich schreibe richtet sich ncht gegen Fabian Rossbacher, den ich sehr schätze!

    Aber das, was Ihr mit Euren Kundendaten gemacht habt geht m.M. nach gar nicht.
    Laut Euren AGB (Punkt 8) sehe ich als Nichtjurist, dass vor allen Dingen unter Einhaltung der von Euch dort ins Spiel gebrachten „einschlägigen Datenschutzbestimmungen“ die Weitergabe der Daten zu dem von Euch genutzten Zweck nicht zulässig ist.

    Du beschreibst Eure Beweggründe ja weiter oben selber „Es sind leider über teliad (und auch über unseren Mitbewerber Rankseller) sehr viele unwahre Sachen behauptet worden in Bezug auf diese Domainsache.“

    Ah — o.k. Eure Onlinereputation ist beschädigt worden. Und um die wieder auf Hochglanz zu polieren gebt Ihr vertrauliche Daten Eurer Kunden weiter.

    Das diese das vielleicht nicht möchten, dass diese Euch ihre sensiblen Daten nur zur Verfügung gestellt haben unter der Prämisse, dass die Daten lediglich anderen Teilnehmern innerhalb des Marktplatzes zum Zweck des Vertragsabschluß zur Verfügung gestellt werden — das blendet Ihr einfach aus.

    Eine Anfrage an die Kunden ob Ihnen das recht ist ist aus Eurer Sicht nicht nötig — schließlich geht es um Eure Reputation.

    Da hilft es m.M. nach auch nicht das den Daten eine NDA beigefügt wird.
    Es geht schlichtweg darum, dass Ihr auf den Datenschutz sch… weil Ihr durch die Studie eine Verbesserung Eurer Situation erwirken wollt.

    Ich will hoffen, dass das keine Schule macht und Datenschutz keine Priorität mehr genießt!!

    P.S.
    Deine Anmerkung, dass Du Kritik an Eurer Vorgehensweise für überzogen hältst anstatt auf die m.M. nach sehr berechtigte Anregung einzugehen macht Eure Außenwirkung gerade auch nicht besser…

  6. Ich finde es ne Frechheit. Datenschutzrechtlich kann das nicht in Ordnung sein. Da der Beitrag auf seo-day.de inzwischen entfernt wurde, nehme ich an, dass die Beteiligten nun auch anders darüber denken.
    Hinzu kommt, dass m.E. die so genannte „Analyse“ ein Witz war, ohne wirkliche Aussagekraft.
    Vielleicht gab es diese auch gar nicht und das war nur der Versuch, ein „Alles ist gut-„Signal an die Publisher und Kunden von teliad zu senden?

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