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Bloggen im Freien

Webmasterfriday: Bloggen im Freien

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Das ist mal wieder ein Thema beim Webmasterfriday, bei dem es mich spontan durchzuckte mitzumachen. Bloggen im Freien“ setze ich jetzt mal gleich mit „Arbeiten im Garten“. Es erforderte allerdings etwas Bastelei, das W-Lan bis in den Garten zu spannen.

Gesegnet sei der Mensch, der die Idee mit den Funknetzwerken hatte. So lassen sich problemlos größere Entfernungen überbrücken ohne Kabel legen zu müssen.
Da ist es natürlich praktisch an schönen Tagen mit dem Notebook im Garten zu sitzen und arbeiten zu können. Das funktioniert auch problemlos, solange der Garten in Reichweite des W-Lans ist. Was er bei uns leider nicht ist…

Artikelbild Bloggen im Freien

Es könnte so idyllisch sein. Ohne diese Internetsucht!

Reichweite eines W-Lans vs. Gebäude

Der liegt nämlich so ca. 15 Meter vom Gebäude entfernt, der Freisitz insgesamt um die 50 Meter. Kein Problem auf freiem Feld, leider ist die Situation aber nicht so einfach. Denn dazwischen steht noch eine Scheune und zwei Wohnhäuser, zwischen denen nur eine kleine Gasse durchführt. Ein Haufen Wände also, die einem W-Lan-Signal nicht so gut bekommen.

Ausgangspunkt ist ein 120.000er Anschluss von Unitymedia. Und davon soll möglichst viel im Garten ankommen.

Versuch 1: Fritzbox in die Scheune

Aus den alten DSL-Verträgen haben sich mittlerweile drei FritzBox-Modelle angesammelt. Die älteste ist eine der ersten FritzBox Fon WLAN. Die schied aufgrund des langsamen W-Lans aber schon  mal aus.
FritzBox Nummer zwei (deren Bezeichnung mir nicht einfällt) hat zwar ein 1&1-Branding, kann aber vollständig als Repeater arbeiten. Das kann die dritte im Bunde, FritzBox 7320, ebenfalls mit 1&1-Branding, leider nicht.

Also kam FritzBox Nummer zwei zum Einsatz. Der Plan war es, diese möglichst hoch im Dach der Scheune anzubringen und so das W-Lan der „Heimstation“ bis in den Garten zu verstärken.
Das gelang auch nach etlichen Versuchen, allerdings war die Geschwindigkeit und Signalstärke doch eher zum Weinen.

Kurz darauf schoss ich das Schnäppchen des Jahres. Im örtlichen Elektronikmarkt gab es die Devolo D-Lan-Adapter im Doppelset für nur 29,00 Euro. Da kann ich ja nicht an mich halten und habe gleich mal zwei Sets gekauft – was sich, mehr oder weniger, als kluge Entscheidung herausstellen sollte.
Mein ursprünglicher, kühner Plan war einfach eine Komplettvernetzung über das Stromnetz bis in den Garten. Keine FritzBox als Repeater, kein lahmes W-Lan. Super.

Ging nur nicht. Denn Haus und Garten sind zwei verschiedene Stromkreise. Und das packen die Devolo-Dinger leider nicht. Auf Nachfrage beim örtlichen Elektriker wurde vorgeschlagen, vor den Hausanschluss einen Phasenkoppler zu installieren. Ja, ne. Is‘ klar. Zu teuer und zu aufwändig.

Zweiter Versuch: FritzBox-Repeater in Scheune mit LAN-Kabel

Durch die Devolo-Dinger, die übrigens im Hausstromkreis tadellos funktionieren, habe ich das ca. 20 Meter lange Netzwerkkabel eingespart, welches vorher den Arbeitsrechner im oberen Stockwerk mit dem Router ein Stockwerk drunter verband. Als ich dann gedanklich mal von dem Kabel runtergestiegen bin, kam mit die Idee: Was liegt eigentlich näher, als die FritzBox in der Scheune mit dem Kabel in das Netzwerk einzubinden?
Schließlich leitet diese das von der Heimstation gesendete W-Lan ja nur noch mit halber Kraft in den Garten weiter. Gesagt, getan.
Bald war also das Kabel neu verlegt und die Fritzbox nach einigen Versuchen  quasi als Access-Point im Heimnetzwerk integriert.

Doch die Signalstärke im Garten war noch immer nicht so berauschend. Da muss doch mehr gehen?

Schritt 3: Der W-Lan-Repeater

Zum funktionierenden Aufbau gesellte sich nun also noch ein W-Lan-Repeater. Ich habe einfach eine No-Name-Klitsche für 20,00 Euro bei Amazon bestellt. Das Gerät war nach einigen Zicken schnell eingerichtet und siehe da: Im Garten war plötzlich W-Lan mit 72 Megabit – perfekt. So macht das Leben doch Spaß.

Über den Winter baue ich die Konstruktion dann immer ab. Also FritzBox aus der Scheune ins Warme und den Repeater natürlich auch.
Als das Frühjahr 2015 heranrauschte (eigentlich warte ich immer noch drauf), wurde wieder alles so aufgebaut wie vorher. Fast. Denn der Repeater versagte seinen Dienst. Er lieferte auch mit Resets und verschiedensten Einstellungen maximal eine eingeschränkte Internetverbindung und sonst nichts.

Also nahm ich noch einmal etwas Geld in die Hand und holte mir einen FritzRepeater. Wenn der nicht mit den FritzBoxen will, wer dann?
Die Idee war gut – denn der Repeater von AVM hat einen Vorteil. Wenn zwei W-Lans mit der gleichen SSID vorhanden sind (Haus und Scheune) zeigt dieser auch beide an. Das konnte der alte Repeater nicht und war vermutlich darum auch so durcheinander.
So ließ sich das W-Lan als Verbindung auswählen, das von der FritzBox in der Scheune aufgezogen wird und nun ist wieder schön High-Speed-Internet im Garten 😉

Weitere Beiträge:

http://www.ostwestf4le.de/2015/05/21/webmaster-friday-bloggen-im-freien/
http://www.traumjob-internet.com/bloggen-im-freien/
http://breakpt.blog.de/2015/05/22/neunhundertfuenfundachtzig-20439522/
http://www.sabienes.de/bloggen-im-freien/
http://www.henning-uhle.eu/informatik/webmaster-friday-freiluftblogger

10 Kommentare

  1. Pingback: Bloggen im Frühling › netzexil.de

  2. Bis zum Balkon reicht mein WLAN. Leider gibt es hier ab immer noch nicht mehr als 3Mbits her. Das könnte sich im November dieses Jahres ändern. Netcologne baut hier gerade volle Pulle aus.

    Dieser Teil der technischen Voraussetzungen, um Draußenblogger zu sein, wäre in meinem Fall also erfüllt. Aber es gibt andere technische Restriktionen, die mich daran hindern, draußen nur ausnahmsweise mal was zu bloggen. Dabei geht es um die Reflexionen auf den Bildschirmen meines Tablets, Smartphones und auch meines Notebooks. Wenn die Sonne scheint, geht eigentlich so gut wie nix. Deshalb bevorzuge ich halt meine Bloggerecke in meinem Zimmer. Da habe ich meinen geliebten Bildschirm, eine „große“ Tastatur und meine Maus. So lässt es sich komfortabel bloggen. :-)

  3. Was für ein Aufbau :-) Erinnert mich daran, dass die Telefonica uns als wir nach Gran Canaria gezogen waren, kein Internet legen konnte, weil es keine freien Leitungen mehr gab. Wir haben dann über zwei Straßen hinweg ein Funknetz zu einem Bekannten aufgebaut. Mit Richtantenne, die aber wegen dem doch ab und an auftretenden Regen (es tröpfelte dann zwar nur, aber das kann halt reichen, um so etwas kaputt zu machen) in einem umgebauten 5 Liter Wasserkanister untergebracht worden war. Die ganze Konstruktion hat vier Monate drei Straßen und dann noch mal sechs Monate 2 Straßen überbrückt. Dann hat sich die Telefonica erbarmt. Und erstaunlicherweise hatten wir vor allem beim ersten Aufbau nicht wirklich Sichtkontakt.
    Die Konstruktion reichte zwar nicht für Highspeed, aber zum arbeiten halbwegs. Außer es war richtig trockenes Wetter, da hat das ganze arg geschwächelt.
    Aber deine Konstruktion ist doch sehr viel Abenteuerlicher.
    Schönes Wochenende,
    Bella

  4. war aber easy, ich muss mal das Bild raussuchen …
    gut, wenn man im eigenen Blog eine Suche eingebaut hat …

    http://weg-aus-deutschland.blog.de/2008/05/18/bau-eines-wasserfesten-routergehauses-fa-4190990/trackbacks/1/

    :-)

    war ich froh und glücklich, als wir endlich eigenes Internet hatten.

  5. Was Du brauchst ist ein Seamless WLAN! Habe das bei uns im Lager und im Laden istalliert! Mit Hardware aus US (ubiquiti unifi) besonders günstig und gut!

  6. Pingback: Bloggen im Freien - WebmasterFriday

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