SEO Webkataloge
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Oldschool-SEO mit Webkatalogen

Die Mehrheit bricht jetzt wahrscheinlich in schallendes Gelächter aus. Content-Marketing heißt doch DAS Zauberwort im Linkaufbau. Wer will denn da noch was mit Webkatalogen begucken? Gibt es die überhaupt noch? Und lohnt sich das?

Seit einiger Zeit habe ich mir eine Liste vorgenommen, die man bei SEO-United.de herunterladen kann. Das ganze dient einerseits dem Linkaufbau. Andererseits sieht man auch mal, wieviele Kataloge in den letzten Jahren abgeschaltet wurden.

Webkataloge zum Linkaufbau

Jaja, ist out, veraltet und steht schon lange auf Googles schwarzer Liste. Das kann alles sein, aber blindlings irgendwelchen selbsternannten Göttern der Suchmaschinenoptimierung (und deren Gesabbel) hinterherlaufen sollte man auch nicht. Das Links aus Webkatalogen nicht mehr viel bringen, kann schon stimmen. Aber das diese für das Ranking durchweg negativ sind oder gar nichts bewirken sei mal dahingestellt.
Die Liste umfasst ca. 450 Einträge und wurde 2007 veröffentlicht. Heute, also sechs Jahre später kann man diese Liste eigentlich getrost in den digitalen Papierkorb wandern lassen. Circa 90% der hier aufgeführten Kataloge sind tot. Entweder stehen die Domains zum Verkauf, irgendwelche Spamprojekte wurden darauf eingerichtet oder die Domains sind gar nicht mehr vorhanden.

SEO WebkatalogeDoch einige Webkataloge haben überlebt. Auch wenn Pagerank nicht unbedingt als Indikator für Qualität gesehen werden kann, haben einige Ihren PR im Laufe der Jahre entweder zurück erhalten oder nie verloren. Diese Katalaoge, also die verbleibenden 10%, könnten also durchaus gefahrlos in sein Linkbuilding einbauen. Doch auch dabei gilt es einige Dinge zu beachten, die man Besten direkt auf der Startseite in Augenschein nimmt:

1. Prüfe die letzten Einträge
Der erste Blick sollte auf den Menüpunkt „Neue Einträge“ schwenken, den es bei vielen Katalogen gibt. Sind hier in der letzten Zeit so gut wie keine Einträge hinzugekommen, ist der Betreiber wahrscheinlich nicht mehr interessiert, den Katalog aktuell zu halten. Hier sollte also von einem Eintrag abgesehen werden. Ist kein entsprechender Menüpunkt zu finden, kann ein Blick in den Footer des Katalogs helfen. Bei vielen Katalogen steht hier das letzte Aktualisierungsdatum – oder zumindest das Jahr. Zur größten Not verschafft man sich einen Einblick in die Tiefen des Webkatalogs um Aktivitäten festzustellen. Findet man keine, ist dieser Webkatalog wohl wirklich tot.

2. Wie sieht der Katalog aus?
Vom Äußeren soll man ja bekanntlich nicht ausgehen. Kommt aber ein Webkatalog im Design von 1999 daher, ist auch hier wieder etwas Misstrauen angesagt. Nicht nur das Design ist dann veraltet – in der Regel ist die Software auch technisch nicht unbedingt auf dem neuesten Stand.

3. Backlinkpflicht
Ja, die alte Falle. Wie oft saß man früher an einem individuellen Text für den tollen Webkatalog um nachher festzustellen, dass dieser einen Backlink haben will. Wer also keinen Backlink setzen will, sollte sich auch gleich nach dieser Information umsehen.

Das Freischalten von Webkatalog-Einträgen & Fazit

Ein weiteres Thema was nervt: Die meist erforderliche Freischaltung durch den Betreiber. Gerade bei Katalogen die gut aussehen, gut gepflegt scheinen, es einem aber nur schwer möglich ist Aktivität festzustellen, ist der hohe Aufwand des Eintrags mit keinem Nutzen verbunden.

Der Nutzen von Webkatalogen ist in der Tat fraglich. Bei einem gut geschüttelten Linkmix werden diese wohl keinen Schaden anrichten. Ob sich ein Durcharbeiten der Liste lohnt wo mittlerweile der überwiegende Teil der Kataloge ein Dasein im Nirvana fristet, ist fraglich. Ein paar Einträge habe ich jetzt vorgenommen. Wenn diese freigeschaltet werden, berichte ich gerne, welche Kataloge das waren und in welchem Zeitrahmen das geschehen ist.

Update #1: (29.08.13)
Die Freischaltungswut hält sich bei den Betreibern der Kataloge in Grenzen. Bisher sind nicht viele Reaktionen zu verzeichnen. Eigentlich erstaunlich, denn ich habe schon versucht drauf zu achten keine Leichen zu erwischen.

Update #2: (09.09.13)
Erschreckend: Keine weiteren Freischaltungen. Da kann man doch glatt Seophonist werden.

Update #3: (23.09.13)
Sehr unschönes Ergebnis des Tests. Von 25 Eintragungen wurden bis heute lediglich 8 freigeschaltet. Das ist noch nicht einmal ein Drittel. Als Fazit ziehe ich, dass Linkaufbau mit Webkatalogen keinen Sinn mehr macht. Das reicht vermutlich noch nicht mal mehr aus, um das berühmte „Grundrauschen“ zu erzeugen.

5 Kommentare zu “Oldschool-SEO mit Webkatalogen

  1. Auch interessant wäre bei der Auswertung dann, wie stark die Backlinks sind. Und ob sie darüber hinaus vielleicht sogar Besucher bringen.

    Zu 1.
    Bei geringer Veröffentlichungsrate könnte es auch einfach sein, dass die Ansprüche an die eingereichten Websites/texte hoch sind und daher einfach wenig Nachschub reinkommt.

    Ich selbst glaube nicht mehr an die Kraft von Webkatalogen, trage Seiten aber doch immer wieder bei einer Hand voll ein. Teils Nostalgie, teils bekommt man in Nischen tatsächlich den ein oder anderen Besucher ab.

  2. Ein Webkatalog Eintrag zahlt sich dann aus wen ein paar Faktoren stimmen. Ich selber betreibe seit kurzen wieder ein Webkatalog https://www.online-webkatalog.at Um mein Webkatalog bekannt zu machen muss ich Mindestens pro Tag 2 stunden investieren. In OnPage und Offpage Optimierung und immer die Einträge an Qualität prüfen. Darum betreibe ich mein Webkatalog Transparent das die Webmaster oder Seo Agenten sehen das sich bei mir was tut. Eine Seitenstatistik und eine Besucherstatistik sind Öffentlich zu sehen. Das heißt der Betreiber eines Webkatalog muss viel zeit in sein Webkatalog investieren. Die zweite Sache ist das ein Webbetreiber sich die zeit nehmen sollte und eine ausführliche Beschreibung zu schreiben um somit die Qualität des Webkatalog und des Backlink zu sichern. Wen diese beide Faktoren stimmen dann zahlt sich ein Eintrag definitiv aus.

    • Ich wollte eben in Deinen Katalog einen Eintrag vornehmen und kam leider nicht weiter. Das Eintragsformular meldete TITLE: Titel nicht gültig.
      Da kann ich nur ohne weitere Hinweise nicht viel mit anfangen, denn ausgefüllt war das Feld.
      Das habe ich dann drei mal probiert, danach ist die Sache gestorben, weil sich mehr Zeitaufwand einfach nicht lohnt.

  3. Bis auf einige wenige Kataloge, bezweifle ich, dass solche Einträge heute noch etwas bringen. Wenn, dann würde ich das noch für lokales SEO nutzen (entsprechend lokale Kataloge). Ansonsten gleich drauf verzichten…

    • WKs verwenden wir immer noch, um ein gewisses Grundrauschen an Links und IPs zu bekommen. Der Rest geht dann fast nur noch über Artikelmarketing. Aber Googles Algorithmen ändern sich auch ständig, wer weiss, ob WKs beim nächsten Update nicht doch wieder aktiviert werden.

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