Linkaufbau: So lassen sich Erfolge im Linkmarketing messen




Linkbuilding steht derzeit wieder in der Diskussion. Sinnvoll? Wirkungslos? Wie sich, abseits von Rankings, Erfolge mit Linkbuilding messen lassen.

Ein Gastbeitrag von Patricia Unfried, vom Content-Outreach-Team der eology GmbH.

Warum Erfolge messen?

Erfolge im Linkbuilding werden nicht sofort merkbar oder sichtbar. Es braucht eine gewisse Zeit, bis man Veränderungen feststellen kann. In erster Linie möchte man durch gezielten Linkaufbau mehr Traffic generieren und seine Umsätze steigern. Die Auffindbarkeit bei Google und Bing soll verbessert und im besten Fall ein Ranking auf der ersten Seite erzielt werden. Bereits während der Laufzeit, spätestens aber mit Kampagnenende gilt es zu ermitteln, welchen Erfolg die Maßnahme mit sich gebracht hat. Hieraus ist es für Shop-Betreiber einfacher, Schlüsse zu ziehen, ob sich eine solche Maßnahme in Zukunft wiederholen soll, was eventuell verbessert werden kann und wie viel zusätzlichen Umsatz beispielsweise durch ein E-Book oder eine Infografik erreicht wurde.

Dieser Artikel befasst sich damit, wie Websitebetreiber effektiv ermitteln können, welche Auswirkungen eine Kampagne auf die Website und den Umsatz hat. Es werden verschiedene Key Performance Indicators (KPIs) aufgezeigt, mit deren Hilfe sich Umsätze ermitteln lassen.

Wann werden Erfolge sichtbar?

Um eine zuverlässige Auswertung zu erhalten, braucht es ein wenig Geduld. Erste Erfolge können nach einer Laufzeit von mindestens drei Monaten analysiert werden. Nach dieser Zeit ist es möglich, ein erstes Fazit zu ziehen. Backlinks brauchen eine gewisse Zeit, um zu „wirken“. Zwar werden Keywords und der Sichtbarkeitsindex einer Website tagesgenau erfasst, allerdings bietet eine normale Schwankung keine zuverlässigen Daten. Eine Betrachtung des Verlaufs über mehrere Monate hinweg, lässt Tendenzen erkennen.

Wie die Erfolge messen?

Zunächst einmal kann man die erreichte Linkmenge ermitteln, was ebenso einen Erfolg darstellt wie die Umsatzsteigerung. Die Anzahl gibt Aufschluss darüber, in welchem Maße der Content verbreitet wurde. Diese sogenannte Linkpopularität lässt sich einfach ermitteln, wenn die Backlinks jedes Mal parallel zur Maßnahme in ein Tool wie Contentbird eintragen werden. Dadurch erhält man die Summe der Links und einen groben Erfolgsfaktor. Möchte kaum jemand den angebotenen Content verlinken, ist es ratsam, bei den Webmastern zu fragen, was die Gründe hierfür sein könnten, damit Verbesserungen vorgenommen werden können. Es gibt allerdings auch Kampagnen, die sich nahezu von selbst verbreiten und das bildet schon einen großen Erfolg ab.

Ein weiterer Faktor, der vor allem Shop-Betreiber interessiert, ist der Einfluss der gesetzten Links auf den Umsatz und die Transaktionen des Unternehmens. Diese können Websitebetreiber mithilfe bestimmter Tools ermitteln. Hierzu eignet sich vor allem Google Analytics.

Google Analytics im Content-Marketing

Google Analytics ist ein kostenloses Webanalyse-Tool, das unter anderem die Möglichkeit bietet, Entscheidungen zum Budget und zur Optimierung zu treffen. Das Tool liefert Informationen zur Websitenutzung und fasst dieses zusammen. Um Google Analytics nutzen zu können, muss der Tracking-Code im Website-Quelltext implementiert werden. Zudem ist es wichtig, dass jeder Webmaster in seiner Datenschutzerklärung erläutert, dass er Analytics verwendet. Durch Analytics können Websitebetreiber ihre Ziele überwachen und gegebenenfalls handeln oder Daten auswerten, um Erfolge zu messen.

Folgende Daten ermittelt Google Analytics:

  • Der Bereich einer Seite, der von User am meisten angeklickt wird
  • Sitzungsdauer / Verweildauer auf einer Website
  • Absprungrate (Seifenaufrufe ohne Interaktion)
  • Teilen von Inhalten über Soziale Medien
  • Hinzufügen zu Favoriten/Bookmarks
  • Kontaktdaten/Impressum aufrufen
  • Bestellungen, Erstellung von Konten
  • Bewertungen lesen, Videos und Musik abspielen

Welche Ziele kann man mit Analytics überwachen?

Analytics ermittelt Kennzahlen wie abgeschlossene Kaufvorgänge, Downloads von z. B. Whitepaper, Abonnements von Newslettern oder die Anzahl von Kontaktaufnahmen.

Zum Start einer Kampagne ist es zunächst wichtig, Ziele zu definieren. Hierbei werden das Ziel, die ID und den Zieltyp angegeben. Analytics ermittelt dann die Conversions und stellt diese übersichtlich dar:

Zielvorhaben in Google Analytics

Zielvorhaben in Google Analytics

 

Auswertung der Daten: UTM-Parameter

Aufgrund der zuvor gesteckten Ziele ist es ohne großen Aufwand möglich, deren Erreichung zu prüfen. Mithilfe von UTM-Parametern ist es möglich, zu verfolgen, wie viel Traffic durch ein Banner, eine Social Ad oder einen Link entstanden ist. Die Parameter helfen herauszufinden, über welchen Kanal die User eine Webseite ansteuern, die Anzahl der Nutzer, neue Nutzer, Sitzungen und die Absprungrate. Der Google URL Builder hilft bei der Erstellung eines Links mit UTM-Parametern.

Der Bericht Quelle/Medium in Google Analytics

Der Bericht Quelle/Medium in Google Analytics

 

Die reinen Userzahlen können schon als Erfolg angesehen werden. Zieht die Website durch Linkmarketing mehr Zugriffe auf sich, ist das ein gutes Zeichen. Sind diese User dann noch eine Weile auf der Seite unterwegs und schließen am Ende eine Bestellung ab, war das Linkmarketing erfolgreich.

Ist die Absprungrate sehr hoch, bedarf es einer näheren Analyse. Ist die Seite voller Werbung und hat ein schlechtes Layout, ist vielleicht eine optische Neugestaltung der Website nötig. Lange Ladezeiten und Pop-Ups schrecken User schnell ab und sie wechseln im schlimmsten Fall zur direkten Konkurrenz. Ein weiterer Aspekt, der immer mehr an Bedeutung gewinnt, sind mobile Versionen. Diese sind für mobile Endgeräte optimiert und bieten eine bessere Userexperience. User springen in diesem Bereich bereits nach drei Sekunden ab, wenn die Seite nicht angemessen lädt. Solche Faktoren können sich auf eine erfolgreiche Linkmarketing-Kampagne auswirken. Ist die Landingpage nicht ansprechend gestaltet, wird sich hieraus eine hohe Absprungrate ergeben und es können nicht die gewünschten Erfolge erzielt werden.

Umsätze durch Linkmarketing

Interessant ist die Kontrolle der Umsätze mit Hilfe von Google Analytics. Hier sieht man auf einen Blick, welcher Umsatz erzielt wurde und ebenso durchschnittliche Werte in Bezug auf Warenkorb und Menge. Setzt man diese Daten nach einer gewissen Zeit mit denen vor Kampagnenstart in Relation, lassen sich hieraus Schlüsse zum Erfolg der Kampagne ziehen.

Analytics gibt zum einen diese Werte in einer Tabelle aus und zum anderen in einem Diagramm. Das Diagramm zeigt einen übersichtlichen Verlauf zum Umsatz und gibt zudem den durchschnittlichen Bestellwert aus.

Die E-Commerce-Übersicht in Google Analytics

Die E-Commerce-Übersicht in Google Analytics

 

Hat sich der Verlauf während oder nach der Kampagne positiv verändert, zeigt sich ein Erfolg im Umsatz. Die Kunden wurden durch die Linkmarketingmaßnahme auf die eigene Website aufmerksam, haben sich eventuell durch eine Infografik oder ein E-Book inspirieren lassen und im Anschluss daran passende Produkte gekauft.

Das Whitepaper „Modernes Linkmarketing für Ihren SEO-Erfolg“ hält neben der Erfolgsmessung noch viele weitere Tipps bereit. Es beschreibt zudem die Vorgehensweise bei einer Linkmarketing-Kampagne und die Unterschiede zum Seeding.

Über die Autorin

Patricia Unfried ist Teil des Content-Outreach-Teams bei eology und betreut Kunden im nationalen und internationalen Raum. Neben ihrer Aufgabe als Content-Marketing-Managerin verfasst die studierte Germanistin Fachbeiträge zu aktuellen SEO-Themen.




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