Google Analytics

Tuning: Drei Tipps, den Google Analytics Tracking-Code aufzubohren

Wer eine neue Webseite bei Google Analytics einrichtet, erhält den Tracking-Code, bindet ihn in die Webseite ein und ist fertig. Doch dieser Tracking-Code lässt sich noch weiter aufbohren und erweitern. Dieser Artikel gibt da mal ein paar Tipps an die Hand.

Die aktuelle Version von Google Analytics trägt die Bezeichnung Universal Analytics. Es eignet sich nicht nur, wie die vorhergehende Version, zur Analyse von Webseiten, sondern zum Beispiel auch zur Analyse von Smartphone Apps. Eben universell verwendbar.

Google Analytics aufbohren

Um den Besucher beim Aufruf einer Webseite zu erfassen, wird ein kleiner JavaScript-Code ausgeführt. Dieser bindet von den Google-Servern die Datei analytics.js ein und sendet alle wichtigen Informationen an Analytics.

Alle hier vorgestellten Erweiterungsmöglichkeiten können direkt nach dem ersten ga(‚create‘)… eingetragen werden. Der normale Tracking-Code den Analytics zur Verfügung stellt, reicht in der Regel aus. Mit den hier vorgestellten Tipps lässt sich aber die Funktionalität erweitern.

1. Anonymisieren der IP-Adresse

IP-Adressen werden in Deutschland als personenbezogene Angabe behandelt. Damit bei der Webanalyse also keine personenbezogenen Daten erhoben werden können, muss hierzulande die IP anonymisiert werden. Das erfolgt durch eine Kürzung der letzten drei Stellen. Aus 84.245.21.122 wird also 84.245.21.xxx.
Diese Anonymisierung wird durch diesen zusätzlichen Befehl vorgenommen. Somit erfüllt die Webanalyse aktuelle Anforderungen in Neuland.

erreicht.

2. Erweiterte Linkzuordnung

Die In-Page-Analyse von Google Analytics zeigt das Klickverhalten der Besucher auf einzelnen Seiten. Die Klicks auf alle weiterführenden Links einer Seite werden gemessen und können in einer speziellen Ansicht direkt auf der Webseite angezeigt werden.

In-Page-Analyse
Welche Links geklickt werden, zeigt die In-Page-Analyse

Das funktioniert allerdings nur bedingt. Gibt es auf einer Seite beispielsweise zwei Links zur Startseite, kann nicht unterschieden werden, welcher von beiden angeklickt wurde. Abhilfe schafft hier die erweiterte Linkzuordnung. Diese muss zunächst über Verwalten -> Property -> Property-Einstellungen ->In-Page-Analyse aktiviert werden.
Um zu funkionieren, muss nun noch der Tracking-Code um folgende Zeile ergänzt werden:

3. Virtuelle Seitenaufrufe

Ein beliebter Anwendungswzeck für virtuelle Seitenaufrufe sind Fehlerseiten. Gerade bei einer Umstellung oder einem kompletten Relaunch einer Website sind 404-Fehler fast unvermeidbar. Leider lässt sich höchstens mit der Google Search Console heraufinden, welche Verweise und ob diese von intern oder extern kommen, zu einem Fehler führen.
Mit einem virtuellen Seitenaufruf wird Analytics sozusagen eine andere URL vorgegekaukelt als die, die eigentlich aufgerufen wurde.

Um einen virtuellen Seitenaufruf zu erzeugen, muss auf der 404-Fehlerseite der Tracking-Code mit „pageview“ entsprechend erweitert werden:

Die aufgerufene Seite erscheint in diesem Fall im Analytics mit dem Namen fehlerseite.php und wird durch zwei Parameter ergänzt. Der Parameter page hängt die aktuelle URL an, der Parameter from zeigt, von welche verweisenden Seite der Aufruf stammt.

Noch viel mehr Möglichkeiten

Universal Analytics bietet noch viel mehr Möglichkeiten, diese werden aber weitgehend nicht mehr über den Basis Tracking-Code gelöst, sondern sind schon eigene Codeblöcke. Interessant für Shops oder Verkaufsseiten ist zum Beispiel das Tracking von Artikeln und deren Verkäufen. So lassen sich ganz leicht in Analytics die Bestseller eines Webshops ermitteln. Das Tracking von Transkationen ist allerdings ein umfangreicheres Thema und wird in Kürze mit einem separaten Artikel versorgt.

0 Kommentare zu “Tuning: Drei Tipps, den Google Analytics Tracking-Code aufzubohren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere die Datenschutzhinweise.