Mehrere Wochen vergingen während der Suche nach dem passenden, neuen Handy. Unzählige Testberichte, Outboxing-Videos, Hands-Ons und abgegraste Foren später fiel die Entscheidung auf das Sony Ericsson Arc S.
Die Entscheidung fiel nicht leicht: Apple war von vornherein schon mal raus. Ich mag deren Produkte nicht, zu teuer und dient meines Erachtens nur als Pexxxverlängerung. Dann gibt es da ja noch die üblichen Verdächtigen HTC, Samsung, LG und Nokia. Und auch eine Auswahl zwischen Windows Phone 7 und Android ist nicht gerade leicht, denn Windows Phone 7 sieht ja wirklich interessant aus.
Feeling
Alle Geräte hatte ich in der Hand, leider verfügen die meisten Handyshops ja nur noch über funktionslose Mustergeräte, aber immerhin bekommt man einen ersten Eindruck. Und der ist beim Sony Ericsson Arc S von allen Handys einfach am Besten gewesen. Ein sehr leichtes Handy (117 Gramm) mit einer wirklich guten Kamera was auch noch gut aussieht, einen großen Bilschirm hat (4,2 Zoll) und gut in der Hand liegt. Die technischen Leistungen lassen sich eigentlich auch sehen: 1,4 Ghz Prozessor (kein Dual-Core), 512 MB RAM, erweiterbarer Speicher bis 32 Gigabyte (8 GB-Speicherkarte liegt bei) und ein Display mit der Sony Bravia-Technologie, die auch bei entsprechenden Fernsehern Verwendung findet. Diese Option ist abschaltbar, man erkennt mit eingeschalteter Bravia Option ein etwas weicheres Bild.
Gut ausgestattet
Ein Manko ist der kleine interne Speicher des Geräts. Ca. 300 MB stehen hier zur Verfügung. Normalerweise kein so großes Problem, allerdings lassen sich nicht alle Apps aus dem Android-Market auf der SD-Karte installieren. Hier stößt man vielleicht irgendwann an die Grenzen des Geräts.
Dank des guten Prozessors stößt man hier aber auf keinen Fall an Leistungsgrenzen. Spiele und Anwendungen flitzen nur so über den Bildschirm, nirgends sind Ruckler zu erkennen.
Oberfläche
Wie alle Hersteller setzt auch SonyEricsson auf eigene Anpassungen der Android-Oberfläche: Dreh und Angelpunkt ist die Timescape-Funktion. Die zeigt alle aktuellen Updates aus Twitter, Facebook, E-Mail und weiteren Diensten permanent auf dem “Desktop” an. Das durchstöbern der Zeitleiste ist schön animiert und lädt zu Beginn quasi dazu ein öfters zu schauen was so passiert. Der Rest dürfte sich nicht allzu sehr von anderen Android-Geräten unterscheiden, außer das die fünf Startbildschrme nicht vertikal, sondern horizontal “durchgewischt” werden können.
Kamera
Viele Bilder habe ich noch nicht gemacht, aber die jetzigen sind wirklich akzeptabel. Die LED-Leuchte ersetzt einen normalen Blitz, ebenso verfügt die Kamera über einen Autofokus. Videos werden mit 720p aufgenommen, ich hoffe mir kommt mal ein gutes Motiv in die Quere, dann werde ich mal ein Video online stellen.
Fazit
Vorher war ich im Besitz eines halben Nokia Smartphones. Große Webseiten oder bestimmte Apps aus deem Ovi-Store gingen hier nur gemächlich bis gar nicht, weil einfach die Prozessorleistung nicht ausreichte. Für längere Ausflüge ins Netz nicht sonderlich geeignet, aber als Navi eigentlich unschlagbar. Dagegen ist das Arc S wie Kino. Alles geht flüssig, keine Denkpausen beim Wechsel durch Menüs und ein schöner, großer Bildschirm. Das Gewicht und die gebogene Rückseite macht das Handy zum Handschmeichler, wie man so schön sagt.
Die Akklaufzeit bewegt sich bei normaler Nutzung (etwas online und telefonieren) bis 1,5 Tage, aber ich würde sagen spätestens nach zwei Tagen muss das Telefon immer an die Steckdose. Das ist bei anderen Geräten aber nicht anders, man darf gespannt sein wann in der Akkutechnologie der nächste Sprung kommt.

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