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In den letzten Wochen wurde nicht wenig auf der GEMA rumgehackt. Jaja, es ist nicht schön das KiTas bezahlen müssen um mit den Kindern Lieder singen bzw. kopieren zu dürfen. Dabei steckt die GEMA eigentlich gar nicht dahinter, denn ihr ist es piepegal ob die Erzieherinnen Noten durch den Kopierer jagen oder nicht.
CopyrightWieso das? Weil die GEMA nur das Geld für eine andere Institution einzieht und sich sonst nur um sein Hauptgeschäftsfeld der öffentlichen Aufführungen kümmert. Die Rede ist von der VG Musikedition. Das ist ein Zusammenschluss von Musikverlagen, die Ihre Verwertungs- und Urheberrechte gesichert wissen möchten. Musikverlage verkaufen Musik, logisch. Das findet aber nicht nur in Form von Tonträgern statt, sondern auch als Noten auf Papier – für Instrumente, Chöre usw.
Kauft man beispielsweise Chornoten mit dem Hintergedanken “Ich bin ein Fuchs, ich kaufe 20 Chornoten, brauche aber 30. Ich kopier den Rest einfach! Har Har Har!” macht man sich strafbar.
Da es für Papier keinen wirksamen Kopierschutz gibt (der Komfort würde doch sehr leiden) ist hier der Missbrauch natürlich enorm. Der VG Musikedition und der GEMA liegen es fern die Kinder vom Singen abzuhalten, aber ganz umsonst darf es eben auch nicht sein. KiTas können für einen Jahresbeitrag von ca. 50,00 Euro 500 Kopien erstellen.

Kurz: Die GEMA ist für die Abrechnungen öffentlicher Aufführungen zuständig, die VG Musikedition für das Kopieren von Noten. Die GEMA macht hier lediglich das Inkasso für die VG Musikedition.
Ein wenig Recherche hätte so mancher Zeitung mal ganz gut getan, denn was da so zum Thema geschrieben wurde ist nicht so berauschend.



  1. It‘s quite in here! Why not leave a response?