So, gute vier Tage nach dem Umstieg auf Windows 7 verfasse ich nun mal ein paar erste Erfahrungen mit Microsofts neuem Betriebssystem. Vista habe ich nur auf Rechnern anderer Leute kennengelernt und kann eigentlich nicht viel dazu sagen ob es wirklich so schlecht ist wie immer behauptet wird. Der kurze Eindruck hat es auf jeden Fall bestätigt.
Warum der Umstieg von XP auf Windows 7? Ein neuer Rechner musste her - bislang wurde immer aufgerüstet doch nun sollte es mal ein komplett neues System sein. Passend dazu natürlich Windows 7.
Da die Übertragung von Einstellung von XP auf 7 nicht funktioniert, war es also ein totaler Neubeginn.
Installation:
Ohne Probleme, dauerte ca. 20-25 Minuten dann war alles betriebsbereit.
Ich habe aber anscheinend im Eifer des Gefechts die Option weggeklickt die alle Gerätetreiber automatisch aus dem Netz zieht und einspielt, so das ich das im Anschluß nachholen musste. Aber kein Problem.
Problematisch war der Transfer der E-Mails von Thunderbird. Die komfortable Backup-Software Mozbackup lieferte leider nur Murks ab, so musste der Profilordner von Hand kopiert werden.
Hier gab es dann den nächsten Haken: Der Ordner “Anwendungsdaten” ist zwar da, existiert aber nur als Verknüpfung bzw. virtuell. Da muss man erstmal drauf kommen. Bei Windows 7 heisst das Ding dann AppData. Nur für alle die sich ebenso wundern das sie nicht nicht in den Ordner kommen und erstmal die Benutzerrechte quasi komplett freigeben…
Die Oberfläche:
Nach der Installation des richtigen Grafiktreibers präsentiert sich die Oberfläche im schicken Aero-Design. Umsteiger von XP müssen allerdings teilweise umdenken, denn die Taskleiste kann nun auch Programme enthalten die noch nicht gestartet sind, sozusagen als Shortcut. Dort abgelegte und aktive Programme sind dann unterlegt, so das man auf einen Blick weiß: Alles klar, Anwendung XYZ läuft schon.
Im Prinzip ähnlich wie bei MacOs, nur ohne den Flow-Effekt.
Auch das Startmenü präsentiert sich anders, aber bietet die gleichen Optionen wie auch Vista. Auch hier müssen sich XP-Nutzer erst eindenken. Wer als XP-Nutzer, besonders in der Systemsteuerung, blind zum Ziel kam muss zu Beginn erstmal die Brille aufsetzen. Insgesamt finde ich aber das Microsoft endlich ein durchdachtes Bedienkonzept auf den Weg gebracht hat.
Abwärtskompatibilität:
Die Einrichtung einer Netzwerkverbindung war sehr verwirrend, da ich leider nirgends eine Möglichkeit fand den Namen der Arbeitsgruppe zu ändern und dieses dann auf dem alten XP-Rechner an Windows 7 anpassen musste. Danach funktionierte netzwerktechnisch aber alles wie am Schnürchen.
Ältere Programme kommen teilweise nicht mit der Aero-Oberfläche zurecht. Glücklicherweise ist Windows intelligent genug, diese automatisch abzuschalten sobald diese Programme gestartet werden.
Überhaupt scheint es um die Abwärtskompatibilität gut bestellt. Lediglich Magix Speed erkennt den DVD-Brenner nicht, alles andere startet ohne Probleme in verschiedenen Modi (XP mit Service Pack 1 oder 2, Vista mit Service Packs). Die Einstellungen gehen auch noch zu niedrigeren Windows-Versionen (bis Windows 95).
Geschwindigkeit:
So schnell ist auch ein frisch installiertes XP noch nicht gestartet. Auch die Arbeitsgeschwindigkeit lässt keine Wünsche offen. Ab und zu rödelt (anscheinend grundlos) die Festplatte, aber das war ja bei Vista ständig der Fall.
Fazit:
Tja, bislang ist das System stabil und es macht Spaß damit zu arbeiten. Wenn Microsoft keine groben Schnitzer gemacht hat die ans Tageslicht kommen ist es ihnen hier gelungen einen würdigen XP-Nachfolger auf die Beine zu stellen.
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